VON OLIVER GRISS

Löwen-Trainer Michael Köllner zückte am Sonntagnachmittag als Zuschauer beim Bayernliga-Sieg der U21 über Wasserburg (3:0) immer wieder sein Handy - und seiner Mimik nach hatte er vermutlich den Liveticker der Dritten Liga auf seinem Smartphone eingeschaltet: Saarbrücken hatte mit 1:0 gegen Meppen gewonnen und Braunschweig schlug Mannheim mit 3:0.

Aber Köllner weiß sowieso: Die Löwen müssen es selbst regeln, wenn sie aufsteigen wollen - und trotzdem könnte ausgerechnet der ungeliebte Lokalrivale Türkgücü zum entscheidenden Aufstiegshelfer werden. Bei den Neuperlachern selbst rechnet niemand mehr mit der Rettung - mit sehr großer Wahrscheinlichkeit wird demnächst der Stecker gezogen und die bisher absolvierten Spiele würden aus der Wertung genommen werden.

Und dann wäre das Tabellenbild äußerst freundlich für 1860 - nach den drei Siegen über Zwickau, Lautern und Verl würden die Löwen Position vier einnehmen. Der Rückstand auf Platz drei wäre nur drei Pünktchen.

Was man aus 1860-Sicht auch im Auge behalten muss: Aktuell hätte Kaiserslautern in der “Ohne-Türkgücü-Tabelle” bereits ein Spiel mehr - der Grund: Am letzten Spieltag am 14. Mai wäre der FCK aufgrund des Rückzugs der Türken spielfrei.