VON OLIVER GRISS

Noch immer hat man sich innerhalb des TSV 1860 nicht auf ein Modell geeinigt, wie man gemeinsam die Krise überstehen kann: Neun Drittligisten haben sich in Zeiten wie diesen bereits für die Kurzarbeit entschieden. Auch bei 1860 wird darüber diskutiert, aber: Bei den Löwen gestaltet sich alles nicht so einfach, diese Variante auch umzusetzen. Dabei drängt die Zeit.

Nach db24-Informationen sind nicht alle Spieler glücklich über diesen Vorschlag - und das aus gutem Grund: 17 Spielerverträge (darunter u.a. Sascha Mölders, Efkan Bekiroglu, Timo Gebhart und Aaron Berzel) laufen zum 30. Juni 2020 aus.

Der Haken: Wenn die Spieler den Löwen mit der Kurzarbeit entgegenkommen (der Versicherungsschutz für Sportunfälle im Training fiele dann weg), aber gleichzeitig keine Vertragssicherheit haben, verlieren sie nicht nur Geld, sondern sitzen - Stand jetzt - ab Sommer auch auf der Straße. Die Arbeitslosigkeit droht, denn der Markt wird ein anderer sein. Aufgrund der ungewissen Situation wird vermutlich kein Drittliga-Verein neue Verträge aufsetzen. Erst recht nicht die Löwen, schließlich hat der Verein immer noch keinen kaufmännischen Geschäftsführer präsentiert, der ab 1. Juli die Geschäfte von Michael Scharold weiterführt. Es geht auch um die Haftung.

Die Löwen in der Corona-Klemme.