VON OLIVER GRISS UND GETTY (FOTO)

Was vor allem viele junge Löwen-Fans nicht wissen: Der TSV 1860 war in den 90er-Jahren eine große Nummer im deutschen Fußball – und spielte sogar im Uefa-Cup. Europapokal-Abende im Olympiastadion: Das gab’s auch bei den Blauen!

So wie am 4. November 1997: Nach der bitteren 0:3-Hinspielpleite bei Rapid Wien wollten die Sechzger das scheinbar Unmögliche noch möglich machen. Und die Mannschaft von Trainer Werner Lorant legte vor 25.000 Zuschauern einen Start hin, der Hoffnung machte: Daniel Borimirov traf zum 1:0 (6.), Bernhard Winkler erhöhte per Elfmeter auf 2:0 (23.). Plötzlich fehlte nur noch ein Treffer, um den Rückstand aus dem Hinspiel auszugleichen.

Die Löwen durften vom Weiterkommen träumen – doch Thomas Zingler machte ihnen mit seinem Anschlusstreffer einen Strich durch die Rechnung. Am Ende blieb ein 2:1-Sieg, der sich wie eine Niederlage anfühlte: Für Sechzig war in der zweiten Runde Endstation.

So brüllte der Löwe: Hoffmann – Jeremies – Kientz – Stevic, Malz (61. Nowak), Abédi Pelé, Heldt (72. Böhme), Bender, Cerny – Winkler, Borimirov.