Spieler-Boykott bei Türkgücü hat Folgen: Hauptsponsor will aussteigen
- VON OLIVER GRISS UND IMAGO (FOTO)
- 01.11.2026 21:24
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VON OLIVER GRISS UND IMAGO (FOTO)
Ein Ende des Boykotts ist nicht in Sicht - im Gegenteil: Türkgücü hält weiter zu seinem Trainer. Die Folge: Hauptsponsor ALAGÖZ Holding, mit Hauptsitz in Köln, hat aufgrund des Verhaltens der 21 Spieler angekündigt, den Verein finanziell nicht mehr unterstützen zu wollen, schrieb der Tabellensiebte am Sonntagabend in einer Stellungnahme auf Social Media.
Und weiter: “Die Vorkommnisse der letzten Tage rund um die 1. Mannschaft und die damit verbundene Berichterstattung! Meinungen gehören zum Leben wie zum Fußball. Es kann und soll gemeinsam diskutiert werden, jedoch stehen die von der Mannschaft vorgetragenen Argumente in keiner Relation zum Trainings- und Spielboykott. Unser Trainer Slaven Skeledzic hat stets versucht leidenschaftlich, professionell und mit fundiertem Fachwissen die Mannschaft zu entwickeln und zu Erfolgen zu führen. Vielmehr sind jedoch auf und neben dem Spielfeld Meinungen, Stimmungen und Strömungen aufgekommen, die es unmöglich gemacht haben erfolgreich zu sein, wobei wir immer noch zu den ärgsten Verfolgern des Tabellenführers zählten. Eine Kritik muss jedoch sachlich und ohne persönliche Angriffe gegen einzelne Personen erfolgen. Unser Trainer war für einen gemeinsamen Dialog jederzeit bereit gewesen, jedoch war dies seitens der Mannschaft nicht gegeben. Ein Austausch, mit einem im Vorfeld von den boykottierenden Spielern vorgefertigten bzw. klarem Ergebnis, ist kein Austausch. Die jedoch berechtigte Kritik, seitens des Trainers an das Team, sind für uns als Vorstand sehr plausibel und absolut nachvollziehbar. Einige Führungsspieler haben sich z.B. bewusst abgesprochen, sich nicht an die Spieltaktiken zu halten und haben dadurch natürlich Chaos auf dem Feld verursacht. Hinzu kommt auch noch die Einflussnahme vom unmittelbar überhitztem Umfeld, die häufig völlig konträr war von dem, was der Trainer der Mannschaft vermittelt hatte.”
Die Kern-Botschaft der Klubführung? “Wir stehen als Vorstand des Vereins voll und ganz hinter unserem Chef-Trainer Slaven Skeledzic. Er genießt weiterhin unser vollstes Vertrauen. Sportliche Entscheidungen trifft allein der Trainer. Ein Spiel- und Trainingsboykott, der zu erheblichen sportlichen und wirtschaftlichen Nachteilen für den Verein führt, ist für uns nicht akzeptabel. Dieses vereinsschädigende Verhalten wird nicht hingenommen. Der Vorstand wird daher mit allen zur Verfügung stehenden Mitteln dagegen vorgehen, um weiteren Schaden von TürkGücü München abzuwenden”, teilte der Klub mit.
