VON OLIVER GRISS UND IMAGO (FOTO)

Wenn sich am morgigen Samstag die Wege von Illertissen und 1860 München in der Regionalliga Bayern kreuzen (14 Uhr, db24-Ticker), wird auch ein junger Mann in Liechtenstein genau hinschauen: Milos Cocic. Der 23-Jährige, der für beide Vereine spielte, macht inzwischen beim FC Vaduz von sich reden. Seit dieser Saison spielt der Ex-Löwe mit dem Klub in der Schweizer Super League, drei Tore hat er bereits erzielt. Doch seine Wurzeln hat Cocic nicht vergessen. „Natürlich verfolge ich die Löwen nach wie vor. Schließlich habe ich dem Verein sehr viel zu verdanken“, erklärte er gegenüber db24: „Das meiste in meiner doch noch jungen Karriere habe ich dort gelernt und ohne die Ausbildung bei 1860 wäre ich heute sicherlich nicht dort, wo ich jetzt bin.“

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Von Giesing über Illertissen nach Vaduz: Cocic hat die Chancen genutzt, die sich ihm geboten haben. Dankbar ist er beiden bayerischen Vereinen, die ihm die Bühne für seinen nächsten Schritt gegeben haben. Jetzt stehen sich Illertissen und 1860 im Vöhlinstadion gegenüber. „Ich glaube, es wird ein sehr spannendes Duell und ich weiß, dass es für Illertissen immer ein besonderes und aufregendes Spiel gegen die Löwen ist“, sagt Cocic. Bis zu 5.000 (!) Besucher werden erwartet, allein mehr als 3.000 sollen aus München-Giesing anreisen. Sein Tipp als db24-Experte: 2:2!

Dass die Sechzger überhaupt wieder in der Regionalliga Bayern antreten müssen, schmerzt den ehemaligen Löwen: „Nach dem erneuten Zwangsabstieg war ich natürlich sehr traurig. So etwas haben weder die Fans noch der Verein verdient. Umso mehr hoffe ich, dass es die Löwen in dieser Saison schaffen und mit dem Aufstieg wieder in die Dritte Liga zurückkehren.“

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Seinen eigenen Weg setzt Cocic vorerst in Vaduz fort. „Ich bin sehr froh, hier zu sein. Deshalb versuche ich mich Schritt für Schritt weiterzuentwickeln und jeden Tag mein Bestes zu geben. Was die Zukunft bringt, werden wir sehen.“ Und könnte dieser Weg eines Tages zurück an die Grünwalder Straße führen? Cocic lässt die Tür offen: „Die Löwen bedeuten mir sehr viel und natürlich könnte ich mir vorstellen, als Münchner Kindl eines Tages noch einmal für 1860 aufzulaufen.“

Einen Zeitpunkt nennt er allerdings nicht. Beim FC Vaduz fühlt er sich wohl, sein Vertrag läuft bis Sommer 2028. Klar ist: Der Ex-Löwe hat sich in einem interessanten Fußballmarkt ins Blickfeld gespielt. Geht seine Entwicklung so weiter, dürfte Vaduz kaum die letzte höherklassige Station seiner Karriere bleiben.