VON OLIVER GRISS UND IMAGO (FOTO)

GREUTHER FÜRTH II - TSV 1860 MÜNCHEN 1:1.

So brüllte der Löwe: Eicher (db24-Note 3) - Gevorgyan (3,5/46. Bell 4), Faßmann (3,5), Weber (4,5), Fiedler (4) - Deniz (3/84. Uhlmann 3), Dressel (4,5) - Ott (4,5/84. Wach 3,5), Eberwein (3), Wagner (3,5/69. Erdogan 4) - Niederlechner (3).

So spielte Fürth II: Prüfrock - Megeed, Krautkrämer, Müller, Wallentowitz (84. Leuthard), Scholz, Benkara (69. Mendes), Giandomenico (84. Marita), Günes (69. Osei Tutu), Engel, Balliu (90.+4 Memokoh).

Tore: 0:1 (7.) Eberwein, 1:1 (65./Elfmeter) Engel.

Gelbe Karten: Scholz – Gevorgyan.

Zuschauer/Löwen-Anteil: 4.825/3.000.

Schiedsrichter: db24-Note 2,0 für Maximilian Riedel. Der Regionalliga-Referee aus Horgau bot eine sehr gute Leistung und lag auch bei der Elfmeter-Entscheidung gegen 1860 (Dressel an Balliu) absolut richtig.

Die 24-Stunden-Aktivität der db24-Blase am Spieltag: 25.750 Visitors (Netto-User).

Die db24-Spielbewertung: Note 3,5. Eigentlich spielte den Löwen das frühe Führungstor (Michael Eberwein traf nach Deniz-Freistoß) in die Karten - meinte man zumindest. Die Gäste beherrschten Ball und Gegner, absolvierten vielleicht ihre beste Halbzeit in dieser Saison - mit einem kleinen Handicap: Wieder konnte der Sack trotz erstklassiger Chancen nicht zugemacht werden. Und so kam es, wie es kommen musste: Fürth II, das in der ersten Hälfte kaum stattfand, legte den Respekt vor 1860 ab und kam deutlich aufgeweckter aus der Kabine. Damit konnte 1860 überhaupt nicht umgehen. Folgerichtig fiel der verdiente Ausgleich: Weil Felix Weber falsch verteidigte, musste 1860-Kapitän Dennis Dressel im Strafraum grätschen. Das Geschenk nahm Engel an und verwandelte sicher. Nach dem Ausgleich war’s ein offener Schlagabtausch - beide Klubs hätten den Siegtreffer erzielen können. Bei 1860 fiel einmal mehr auf: In der zweiten Hälfte baute die Mannschaft von Alper Kayabunar deutlich ab.

Die db24-Kurvenbewertung: Note 1,0. Auf der Tribüne sagte ein Beobachter: “Wenn dieses Spiel am Wochenende gewesen wäre, wäre die Unterstützung wahrscheinlich doppelt so groß gewesen.” Sehen wir ähnlich. Auf ihre treuen und friedlichen Fans können die Löwen stolz sein - das ist einmalig in Deutschland. 3.000 Anhänger reisen an - für ein Spiel bei Greuther Fürth ZWEI. Eigentlich unvorstellbar, was diese Menschen seit Jahren aushalten und trotzdem nicht die Lust verlieren.

Zum Lachen: Ball-Virtuose Tunay Deniz hat endlich seine 10 auf dem Trikot - mei, ist halt Regionalliga Bayern. Da kann man in einer Saison sogar mit zwei verschiedenen Rückennummern spielen…

Zum Weinen: Es reicht einfach nicht. Klar, 1860 ist in diesem Liga-Betrieb noch unbesiegt - aber zur ganzen Wahrheit gehört auch, dass man in acht Spielen bereits fünfmal unentschieden gespielt hat. Zu Recht titelt die “tz”: “Gefährlicher Stillstand.”

Der Trainer-Check: db24-Note 4,5 für Alper Kayabunar. Es wird immer auffälliger, dass der Kayabunar-Fußball aus der Vergangenheit bei Türkgücü oder 1860 II wenig mit dem aktuellen Niveau zu tun hat - hat er für seinen intensiven Stil vielleicht nicht das richtige Personal? Nicht von Vorteil war auch die Auswechslung von Tunay Deniz. Damit beraubte sich der Trainer in der Schlussphase selbst seiner stärksten Standard-Waffe.

Mein Löwen-Held: Daniel Adlung - heute Co-Trainer bei Greuther Fürth II. Er erinnert an eines der größten Spiele der letzten elf Jahre: Der frühere U21-Nationalspieler traf im Juni 2015 beim historischen 2:1-Sieg im Relegations-Rückspiel gegen Holstein Kiel. Unvergessen.

Der beste Spieler auf dem Platz: Fürths Torwart Prüfrock, der nach seinem Patzer beim 0:1 über sich hinaus wuchs. Mit einer fantastischen Parade verhinderte er u.a. Niederlechners 2:1. Was bei ihm nicht unerwähnt bleiben darf: Er hatte an der Fürther Zweitliga-Rettung einen erheblichen Anteil.

Der db24-Quotenkönig: Tunay Deniz wurde von der db24-Community mit einem Notendurchschnitt von 2,97 zum besten Löwen der Partie gekürt.

Der Löwen-Spruch des Tages: “Wir sind in jedem Spiel klar die bessere Mannschaft.” Florian Niederlechner.

Nächste Löwen-Fütterung: Sonntag, 15 Uhr, erstes Wiesn-Heimspiel gegen Nürnberg II.

So schaut’s aus, Sechzig: Schluss mit den Alibis!