"Einmal um die Welt": Blauer Gold-Junge Mlapa (35) beendet aktive Karriere
- VON OLIVER GRISS UND GETTY (FOTO)
- 22.08.2026 09:13
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VON OLIVER GRISS UND GETTY (FOTO)
In seinem neuesten Instagram-Beitrag blickt Mlapa, der in Dubai eine Fußballschule gegründet hat, auf seine ereignisreiche Karriere zurück. Als Zweijähriger kam er aus Togo nach Deutschland. In Unterföhring wurde die Familie zunächst in einem Asylheim untergebracht. „Genau dort begann auch meine Reise mit dem Fußball“, berichtet Mlapa.
Als Kind wurde er bei seinem Heimatverein FC Unterföhring von Scouts des TSV 1860 entdeckt und wechselte zu den Löwen. Dort entwickelte sich Mlapa zu einem der größten Talente aus der damaligen preisgekrönten Nachwuchsarbeit. Er schaffte den Sprung zum Profi und wurde deutscher Junioren-Nationalspieler in der U19 und U21.
2010 wurde Mlapa mit der Fritz-Walter-Medaille in Gold ausgezeichnet. Diese besondere Ehre wurde bislang nur fünf Nachwuchsspielern des TSV 1860 zuteil – darunter 2006 auch Lars Bender, ebenfalls in Gold.
2013 wurde Mlapa für rund 1,3 Millionen Euro an die TSG Hoffenheim verkauft - bei 1860 brannte es finanziell wieder einmal lichterloh. Zwei Jahre später wechselte er zu Borussia Mönchengladbach. Insgesamt absolvierte der Angreifer 79 Bundesligaspiele und erzielte acht Tore. Für die Profis des TSV 1860 kam Mlapa zuvor auf 23 Zweitliga-Einsätze, in denen ihm sechs Treffer gelangen.
Später führte ihn seine Karriere unter anderem nach Nürnberg, Bochum und Dresden, ehe Mlapa auch im Ausland auf Torejagd ging. Stationen in den Niederlanden, den Vereinigten Arabischen Emiraten, Südkorea und Thailand machten aus dem einstigen Löwen-Talent zu einem Weltenbummler.
„Eine Sache hat mich dabei immer begleitet: mein Lachen“, schreibt Mlapa über seine sportliche Laufbahn. „Vielleicht dachten manche deshalb, ich würde Dinge zu locker nehmen. Aber mein Lächeln bedeutete nie, dass ich etwas nicht ernst nehme. Auch wenn es innerlich manchmal ganz anders aussah, wollte ich Freude und positive Energie versprühen. Denn ein Lächeln bedeutet nicht, dass immer alles perfekt ist. Manchmal bedeutet es einfach, dass man sich von schwierigen Zeiten nicht die Freude am Leben nehmen lässt.“ Und dann spannt Mlapa selbst den Bogen über mehr als drei Jahrzehnte: „Vom kleinen Jungen aus Lomé, über ein Asylheim in Unterföhring, bis zum Profifußballer einmal um die Welt.“
