VON OLIVER GRISS

Bruthitze in der Sportschule in Oberhaching mit bis zu 35 Grad am Samstagmittag - und doch kamen einige bekannte Namen wie U21-Nationaltrainer Antonio di Salvo, Haching-Boss Manni Schwabl, Rekord-Löwe Michael Hofmann, Stefan Lex oder der aktuelle Chefcoach Alper Kayabunar, um sich das U19-Derby zwischen Haching und 1860 reinzuziehen. Am Ende sahen sie ein gerechtes 0:0 zwischen den beiden Rivalen. "Das war ein leistungsgerechtes Unentschieden", fand Schwabl nach dem Schlusspfiff. Und damit hatte der frühere Nationalspieler nicht unrecht, denn beide Teams hatten keinen Vollstrecker in ihren Reihen. Nachdem 1860 in den ersten 30 Minuten dominant war, kamen die Vorstädter im Laufe des Spiels immer besser mit dem Gegner zurecht.

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Ein Talent bei 1860 sollte man sich aber unbedingt merken: Efe Karakoc. Der junge Mann ist pfeilschnell, trickreich, aber noch nicht auf einen präzisen Abschluss geschult. Jedenfalls wird Karakoc, der vor vier Jahren vom TSV Milbertshofen kam, bei den Löwen noch von sich reden machen.

Die Löwen warten nach dieser Punkteteilung in der DFB-Nachwuchsliga damit weiter auf ihren ersten Saisonsieg, nachdem die Schittenhelm-Elf in der Vorwoche dem VfB Stuttgart mit 2:3 unterlegen war. Für die Hachinger war es der erste Saisonpunkt.

So brüllte der Löwe: Duru – Osmani (85. Mühl), Curic, Estermann, Efe (85. Mantsch) – Wohlketzetter (85. O‘Bryant), Lippmann, Lacic – Sturm, Bannert (59. Murad), Karakoc.

Die zweite Niederlage in Folge der U21 des TSV 1860 verhinderte Mustafa Tekin mit einem verwandelten Foulelfmeter gegen den ehemaligen Regionalligisten SpVgg Hankofen, der zum 1:1 verhalf. „In der ersten halben Stunde hatten wir Probleme“, analysierte Löwen-Trainer Christoph Rech gegenüber jungloewen.de, „da haben wir einige Chancen zugelassen.“ Erst nach der Führung der Gäste sei sein Team besser im Spiel gewesen. „Wir haben mehr nach vorne gespielt, uns mehr zugetraut, waren griffiger und hatten kurz vor der Pause die Chance zum Ausgleich. Mit dem 1:1 sind wir aufgrund des späten Ausgleichs zufrieden.“

Fabio Rost, Sohn des früheren Bundesliga-Profis Timo Rost, gab sein Startelf-Debüt. Er war in der Vorwoche von Jahn Regensburg zu den Löwen gestoßen. Er musste verletzt ausgewechselt werden. Außerdem feierte Luca Dollinger (kam vom TSV Landsberg) seine Premiere im Trikot des TSV.

So brüllte der Löwe: Bachmann – Krasniqi, Haimerl, Fodor, Schurz – Saric (71. Plöttner), Rost (59. Mühl), Tekin, Dollinger – Pereira de Azambuja (87. Estermann), Ibrahim (71. Karakoc).