Ex-Funktionär Bay im Jahr 2025: "Teile des e.V. sehen die Insolvenz als Ausstiegsoption Nummer 1"
- VON OLIVER GRISS UND IMAGO (FOTO)
- 03.07.2026 14:32
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VON OLIVER GRISS UND IMAGO (FOTO)
Karl-Christian Bay (56) war bei 1860 München Aufsichtsrat, Verwaltungsrat, Beirat und auch Vize-Präsident - der Lindauer galt lange Zeit als der klügste Kopf an der Grünwalder Straße 114. Lager waren ihm fremd. Ihm ging es in seiner ruhigen Art immer um eine Lösung. Aber dafür wurde er selbst im e.V.-Lager kritisch gesehen. Im vergangenen Sommer trat Bay nach dem gescheiterten Anteilsverkauf zurück. Ein konsequenter Schritt aus seiner Sicht, ein verheerender Schritt für den gefallenen Löwen.
Gegenüber der “Abendzeitung” hatte Bay seinerzeit die Löwen in einem exklusiven Interview gewarnt, die Konfrontationsstufe weiter zu erhöhen: “Ich kann den Beteiligten nur raten, die Realitäten anzuerkennen. Hinsichtlich des Gesamtpakets in einer Transaktion müsste man deutliche Abstriche machen. Dieser eine märchenhafte Investor ist offenbar nicht real. Auch in der Konfrontation gibt es keine Lösung: Teile des e.V. sehen die Insolvenz als Ausstiegsoption Nummer 1, dabei hätte dies massive negative Auswirkungen auf den gesamten Verein.” Auswirkungen, die offenbar eine Seite nicht richtig einschätzt - und nein, Bay hat seine Worte seinerzeit ganz bewusst so gewählt. Er ist keiner, dem irgendwas unbedacht über die Lippen kommt.
12 Monate nach der Bay-Warnung ist das Insolvenzverfahren eingeleitet. Der Klub steht vor einer ungewissen Zukunft. Die Löwen wollen selbständig beginnen - ohne Hasan Ismaik.






