BILD-Bericht: Löwen-Lizenz in Gefahr
- VON OLIVER GRISS UND IMAGO (FOTO)
- 26.05.2026 06:47
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VON OLIVER GRISS UND IMAGO (FOTO)
Bis zum 3. Juni, 12 Uhr, muss der Klub, der in dieser Woche seine Meister-Helden von 1966 hochleben lassen will, die Liquidität nachweisen - sonst bekommen die Giesinger keine Lizenz.
Das ist nach db24-Informationen auch der Grund, warum die Löwen auf dem Transfermarkt noch nicht reagiert haben. Dennis Dressel und Julian Guttau sollen kommen (db24 berichtete exklusiv), befinden sich aber im Wartestand.
Laut “BILD” sollen dieses Mal rund 2,7 (!) Millionen Euro fehlen: “Dieses Defizit (u.a. erhöhte Kaderkosten) war bereits im Mai 2025 bekannt, wurde von Ismaik mitgetragen und genehmigt.” Was die Zeitung allerdings nicht schreibt: Mit den 50+1-Einstellungen der beiden Ex-Geschäftsführer Oliver Mueller und Dr. Christian Werner hat der Klub gegen den Willen von Mehrheitsgesellschafter Hasan Ismaik Kosten verursacht, die nicht abgestimmt waren - Experten rechnen bei beiden Angestellten mit Zahlungen von insgesamt einer Million Euro. Immer wieder wurde Ismaik in den vergangenen Jahren mit Personal-Entscheidungen konfrontiert, die nicht nach seinem Gusto waren.
Bekannt ist: Auch wenn die Merchandising-Firma durch den vergangenen Transfersommer und Neuausrichtung floriert sowie demnächst einen weiteren Shop am Flughafen eröffnen wird, hat Ismaik die Lust am TSV 1860 verloren. Gründe dafür gibt es genug: Der Hass gegen seine Person hat das Fass zum Überlaufen gebracht - und was ihn nicht milder stimmen dürfte: Noch immer weht die Anti-Ismaik-Fahne in der Kurve.
Es scheint so, dass der komplette Wechsel im Aufsichtsrat auf HAM-Seite (u.a. ist Satzungsgott Herbert Bergmaier vom Wochenblatt als Ismaiks Vertrauter) wenig gebracht hat.
Ismaik hatte in der jüngsten Vergangenheit mehrere ordentliche Angebote auf dem Tisch - er soll sogar bereit gewesen sein, für 20 Millionen Euro seine Anteile abzugeben. Doch zu einem Deal kam es bislang nicht. Wie im Löwen-Umfeld immer wieder kokettiert wird: Am Geldmangel soll es beim jordanischen Geschäftsmann jedenfalls nicht liegen. Ismaik hatte vor kurzem einem Waisenhaus 25 Millionen Euro gespendet (db24 berichtete exklusiv).
Die “BILD” schreibt: Welche Möglichkeiten haben die Löwen jetzt noch? “Der Verein muss selbst das Geld auftreiben - doch die einzigen Sicherheiten, die sie dem möglichen Geldgeber bieten können, sind Anteile. Aktuell hat der Verein 40 Prozent, Ismaik 60. Aber: Ein Anteilsverkauf muss zwingend von den Mitgliedern (aktuell 27.254) genehmigt werden. Oder: Die Löwen nehmen einen externen Kredit auf, müssten das Geld dann im Rahmen der ausgehandelten Zeitlinie zurückzahlen. Problem: Zum einen muss Ismaik laut Kooperationsvertrag zustimmen, zum anderen gewinnen die Löwen damit nur kurzfristig die Lizenz. Spätestens, wenn es im Herbst um eine positive Fortführungsprognose geht, kommt das nächste Problem, denn: Das Eigenkapital darf sich laut DFB-Statuten nicht weiter verschlechtern - was aber durch einen weiteren Kredit der Fall wäre.”
Meister-Löwe Fredi Heiß hat es gegenüber db24 immer wieder richtig gesagt: “Ohne einen Investor kann 1860 nicht leben.” Das Grünwalder Stadion spielt zu wenig ein, um schwarze Zahlen zu erreichen.
Wann kann Präsident Gernot Mang, der in seinem Berufsleben diese Situationen kennt, Entwarnung geben?






