1:0-Triumph über Fürth: Essen auf dem Weg in die Zweite Liga?
- VON OLIVER GRISS UND GETTY (FOTO)
- 22.05.2026 22:22
- 1 Minute Lesezeit
- 30 Kommentare
VON OLIVER GRISS UND GETTY (FOTO)
Die Koschinat-Elf, die sich in der Vorwoche mit dem späten 3:2-Sieg in Ulm auf der Zielgeraden erst den Relegationsplatz sicherte, besiegte am Freitagabend den Zweitliga-16. Greuther Fürth verdient mit 1:0. Das ist ein Teilerfolg vor dem Rückspiel am kommenden Dienstag in Mittelfranken.
Das Tor des Tages erzielte im ausverkauften Stadion an der Hafenstraße Torben Müsel in der 62. Minute mit einem Freistoß-Hammer in den rechten Winkel - mit 128 km/h ins Glück. Die Essener verpassten in den dramatischen 95 Minuten, einen höheren Vorsprung herauszuschießen. “Mit den Fans im Rücken haben wir gezeigt, wie wir kämpfen können”, erklärte der Gold-Torschütze bei SAT1: “Dass der Ball so einschlägt, ist unbeschreiblich. Wir müssen jetzt gut regenerieren und bei vier Grad in die Eistonne.”
Damit besitzt RWE alle Chancen, nach über 19 Jahren wieder in die Zweitklassigkeit zurückzukehren. Einer der Väter des Erfolgs ist ausgerechnet ein Ex-Löwe: Marc Pfeifer, Vorstandsvorsitzender des Klubs. Seit der Schwabe für Essen arbeitet, geht´s mit dem Klub nicht nur sportlich, sondern auch wirtschaftlich bergauf. Bei 1860 wurde Pfeifer nach dreieinhalb Jahren im Februar 2024 vor die Tür gesetzt. Der Vorwurf des e.V.: Kein Fortschritt…
Eingewechselt wurde am Freitagabend im Laufe des Spiels der frühere Sechzger Dickson Abiama, der sofort für positive Akzente sorgte. Auf Fürther Seite fehlte Ex-Löwe Lukas Reich. Der frühere Jugend-Nationalspieler ist aktuell verletzt. Vor einem Jahr verkaufte Ex-Geschäftsführer Dr. Christian Werner den Rechtsverteidiger für 500.000 Euro in den Ronhof - eine Summe, die nicht hoch genug zu bewerten ist…
Sollte Fürth tatsächlich absteigen, könnten in der kommenden Saison gleich fünf bayerische Mannschaften in der Dritten Liga an den Start gehen: 1860, Ingolstadt, Regensburg, Fürth - und vielleicht sogar die Toto-Pokal-Finalist Würzburger Kickers, die in der Aufstiegsrelegation gegen Lok Leipzig ranmüssen.






