VON OLIVER GRISS UND GETTY (FOTO)

Rot-Weiss Essen stößt das Tor zur Zweiten Liga einen Spalt auf...

Die Koschinat-Elf, die sich in der Vorwoche mit dem späten 3:2-Sieg in Ulm auf der Zielgeraden erst den Relegationsplatz sicherte, besiegte am Freitagabend den Zweitliga-16. Greuther Fürth verdient mit 1:0. Das ist ein Teilerfolg vor dem Rückspiel am kommenden Dienstag in Mittelfranken.

Das Tor des Tages erzielte im ausverkauften Stadion an der Hafenstraße Torben Müsel in der 62. Minute mit einem Freistoß-Hammer in den rechten Winkel. Die Essener verpassten in den dramatischen 95 Minuten, einen höheren Vorsprung herauszuschießen.

Damit besitzt RWE alle Chancen, nach 19 Jahren wieder in die Zweitklassigkeit zurückzukehren. Einer der Väter des Erfolgs ist ausgerechnet ein Ex-Löwe: Marc Pfeifer, Vorstandsvorsitzender des Klubs. Seit der Schwabe für Essen arbeitet, geht´s mit dem Klub nicht nur sportlich, sondern auch wirtschaftlich bergauf. Bei 1860 wurde Pfeifer nach dreieinhalb Jahren im Februar 2024 vor die Tür gesetzt. Der Vorwurf des e.V.: Stagnation…

Eingewechselt wurde im Laufe des Spiels der frühere Sechzger Dickson Abiama, der sofort für positive Akzente setzte. Auf Fürther Seite fehlte Ex-Löwe Lukas Reich. Der frühere Jugend-Nationalspieler ist aktuell verletzt. Vor einem Jahr verkaufte Ex-Geschäftsführer Dr. Christian Werner den Rechtsverteidiger für 500.000 Euro in den Ronhof - eine Summe, die nicht hoch genug zu bewerten ist…

Sollte Fürth tatsächlich absteigen, könnten in der kommenden Saison gleich fünf bayerische Mannschaften in der Dritten Liga an den Start gehen: 1860, Ingolstadt, Regensburg, Fürth - und vielleicht sogar die Toto-Pokal-Finalist Würzburger Kickers, die in der Aufstiegsrelegation gegen Lok Leipzig ranmüssen.