Blaue Plakat-Sabotage bei der Bayern-Meisterfeier: "FC Bauern Hurensöhne"
- VON OLIVER GRISS UND FOTO (BR)
- 17.05.2026 14:41
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VON OLIVER GRISS UND FOTO (BR)
Einige Fans rollten eine große Zaunfahne aus, deren Botschaft nur von oben zu lesen war: „FC Bauern Hurensöhne.“ In der weiß-blauen Raute war klein die Zahl 1860 zu erkennen. Vieles deutet darauf hin, dass die Aktion aus dem Lager der Löwen-Anhänger kam. Ob sich eine Gruppierung dazu offiziell bekennt? Es ist davon auszugehen, dass die Giesinger Ultraszene hinter dem “Anschlag” steckt…
Als Stadionsprecher Stephan Lehmann die Szene bemerkte, reagierte er prompt über die Lautsprecheranlage – und forderte die Bayern-Fans auf, die Fahne schnell wieder einzurollen, damit alle freien Blick auf den Rathausbalkon hätten. Für den deutschen Rekordmeister ist dies natürlich eine Peinlichkeit, dass die eigene Meisterfeier ausgerechnet vom Stadtrivalen gesprengt wird. Darüber wird an der Säbener Straße bestimmt in den nächsten Tagen zu reden sein.
Die “BILD”-Zeitung berichtete in ihrer Online-Ausgabe auf Seite 1, schrieb: “Mega-Panne bei der Meisterfeier der Bayern! Mitten auf dem Münchner Marienplatz taucht plötzlich ein riesiges Bayern-Logo auf - doch beim genaueren Hinsehen wid klar: Es ist ein perfider Derby-Streich…Besonders bitter für die Bayern: Das manipulierte BAnner ist sogar deutlich auf den großen Bildern der Feier zu erkennen. Erst aus der Vogelperspektive wird das ganze Ausmaß des Derby-Streichs sichtbar.”
Kurios: Lehmann selbst leistete sich im Laufe der Veranstaltung noch einen peinlichen Patzer. Den neuen Münchner OB Dominik Krause sprach er gleich zweimal mit „Sebastian“ an.
Der Münchner Fußballkrieg zwischen Blau und Rot ist um eine Episode reicher. Das letzte Derby auf dem Fußballplatz fand im Februar 2008 statt, als die Löwen mit 0:1 im DFB-Pokal-Viertelfinale gegen den FC Bayern verloren. Das entscheidende Tor fiel in der 120. Minute durch einen unberechtigten Foulelfmeter, den Franck Ribery verwandelte. Seitdem herrscht Flaute auf dem Fußballplatz - vielleicht ist das der Grund, warum sich die Löwen immer wieder in Erinnerung bringen. Dies ist ihnen mit dieser Meisterfeier-Sabotage auf jeden Fall gelungen…






