"Wir müssen ein ganz anderes Mindset reinbringen!": Die db24-Einzelkritik nach dem 0:3 in Verl
- VON CHARLES PASTURE UND IMAGO (FOTO)
- 17.05.2026 09:17
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Liefert nicht mehr: Markus Kauczinski.
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Die Enttäuschung, dass die Löwen nicht mehr liefern, stand Torwart Thomas Dähne nach dem 0:3 in Verl ins Gesicht geschrieben. “Wir haben es nie geschafft über längere Zeit Konstanz reinzubringen in dieser Saison. In den Spielen, in denen es drauf ankam, waren wir einfach zu schlecht. In den Kracherspielen wie gegen Duisburg haben wir leider verloren und mit oben nichts zu tun. Das ist ernüchternd.” Sein Wunsch für die Zukunft: “Wir müssen ein ganz anderes Mindset reinbringen.“ Doch das bekommt man nur mit harter Arbeit und konsequentem Training hin - das sollte selbsterklärend sein. Die db24-Einzelkritik:
Thomas Dähne (db24-Note 3,5): Der Löwen-Keeper war bei allen drei Gegentreffern weitgehend ohne Abwehrchance. Beim Elfmeter zum 0:1 ahnte er zwar die Ecke, konnte den Ball aber nicht entschärfen.
Kilian Jakob (db24-Note 4): Der Linksverteidiger hinterließ in der ersten Halbzeit einen engagierten Eindruck und deutete mit einigen sauberen Flanken seine offensiven Qualitäten an. Nach dem Seitenwechsel verlor der Rückkehrer jedoch zunehmend den Zugriff auf die Partie und wurde folgerichtig in der 69. Minute ausgewechselt.
Sean Dulic (db24-Note 4,5): Dem Junglöwen fehlte in einigen Situationen die notwendige Souveränität. Vor allem im Stellungsspiel offenbarte der Innenverteidiger Schwächen und konnte der Defensive nicht die erhoffte Stabilität verleihen.
Lasse Faßmann (db24-Note 4,5): Der 19-Jährige hatte auf der linken Seite der Viererkette immer wieder Probleme im Spielaufbau mit seinem schwächeren linken Fuß. Zudem verursachte der Junglöwe den Handelfmeter zum frühen Rückstand. Er warf sich engagiert in die Zweikämpfe, sah dabei aber nicht immer glücklich aus.
Marvin Rittmüller (db24-Note 4,5): Der Außenbahnspieler blieb über weite Strecken blass und konnte offensiv kaum Akzente setzen. Tiefenläufe und gefährliche Vorstöße waren diesmal Mangelware. Defensiv aufmerksam, im Spiel nach vorne jedoch ohne den nötigen Einfluss.
Tim Danhof (db24-Note 4,5): Defensiv insgesamt ordentlich, offensiv aber nahezu wirkungslos. Dem 28-Jährigen fehlten die gewohnten Vorstöße über außen, auch seine Flanken fanden kaum Abnehmer. Insgesamt zeigte der gebürtige Erlanger zu wenig Präsenz im Spiel der Löwen. Eines seiner schwächeren Auftritt
Xaver Kiefersauer (db24-Note 4,5): Der U21-Kapitän überzeugte in der ersten Hälfte phasenweise mit guter Übersicht und einem ruhigen Auftreten am Ball. Nach dem Seitenwechsel ging der 20-Jährige mit seinen Kollegen jedoch komplett unter.
Samuel Althaus (db24-Note 5): Für den Mittelfeldspieler war es ein gebrauchter lehrreicher Nachmittag. Der Junglöwe fand kaum Zugriff auf die Partie, gewann nur wenige Zweikämpfe und blieb auch in Ballbesitz weitgehend wirkungslos.
Sigurd Haugen (db24-Note 3): Immer wenn es offensiv gefährlich wurde, war der Norweger beteiligt. Der Maskenmann sorgte mit seinen Tiefenläufen und seiner Dynamik früh für Unruhe und blieb der auffälligste Löwe in der Offensive. Mehrfach hatte er den 17. Saisontreffer auf dem Fuß oder Kopf, belohnte sich diesmal jedoch nicht.
Patrick Hobsch (db24-Note 5): Der Löwen-Angreifer fand kaum ins Spiel und blieb über weite Strecken ohne Einfluss. Wenn Hobsch auffiel, dann meist in umkämpften Duellen ohne anschließenden Ertrag. Der 31-Jährige wurde nach einem insgesamt blassen Auftritt in der 69. Minute ausgewechselt.
Justin Steinkötter (db24-Note 5): Der Angreifer zeigte wie gewohnt großen Einsatz und arbeitete intensiv gegen den Ball, blieb im letzten Drittel allerdings erneut ohne Ertrag. Der Ex-Saarbrücker hatte zwei bis drei gute Möglichkeiten, ließ diese jedoch ungenutzt.
Maximilian Wolfram (db24-Note 4): Der Offensivspieler brachte nach seiner Einwechslung zumindest etwas Bewegung ins Angriffsspiel und schlug ein, zwei ordentliche Hereingaben. Zwingende Aktionen oder echte Gefahr entstanden daraus allerdings nicht - bei Starks 0:3 nicht ganz auf der Höhe.
Clemens Lippmann (db24-Note 5): Der Junglöwe blieb nach seiner Einwechslung weitgehend unauffällig und konnte dem Spiel keine entscheidenden Impulse verleihen. Warum er nach Wochen der Nichtberücksichtigung ausgerechnet jetzt eingewechselt wurde, ist schon ein wenig kurios.
Siemen Voet (db24-Note 4): Der Belgier konnte nach seiner Einwechslung der wackeligen Defensive keine Stabilität verleihen. Gegen das aggressive Pressing der Gastgeber fand der Innenverteidiger kaum Lösungen im Spielaufbau und schaffte es zudem nicht, die nötige Ordnung in die Löwen-Abwehr zu bringen.
Morris Schröter (db24-Note 5): Kam für die Schlussphase ins Spiel, fand auf der rechten Seite aber kaum Bindung zur Partie. Wirkte in einigen Situationen unsauber und hatte auch defensiv Probleme gegen die Verler Angriffe.
Markus Kauczinski (db24-Note 5): Vor der Pause hielt Sechzig die Partie noch einigermaßen offen, nach dem Seitenwechsel brach das Spiel der Löwen jedoch komplett auseinander. Verl agierte deutlich griffiger, schneller – und spielte die Münchner phasenweise schwindelig. Auch die personellen Veränderungen verpufften wirkungslos und brachten keinerlei neue Impulse. Wenn sich Kauczinski jetzt selbst hinterfragt, dürfte er mit seiner eigenen Leistung kaum im Reinen sein - dass 1860 viele Ausfälle zu beklagen hatte, sollte nicht als Ausrede dienen. In der neuen Saison dürfte die zur Verfügung stehende Qualität nicht wachsen.






