Nach trostlosem 0:0 in Saarbrücken: Die db24-Einzelkritik
- VON CHARLES PASTURE UND STEFAN MATZKE (FOTO)
- 19.04.2026 18:16
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VON CHARLES PASTURE UND STEFAN MATZKE (FOTO)
1860-Geschäftsführer Manfred Paula wollte sehen, dass die Löwen die Spannung hochhalten - herausgekommen ist ein über weite Strecken müdes 0:0 in Saarbrücken. Die db24-Einzelkritik:
Thomas Dähne (db24-Note 2): Der Löwen-Keeper bestätigte einmal mehr, warum der Klub seinen Vertrag vorzeitig verlängert hat. Der 32-Jährige strahlte Ruhe und Präsenz aus, war bei hohen Bällen mehrfach sicher zur Stelle und entschärfte mehrere gute Möglichkeiten der Saarländer. Bis auf einen missglückten Abschlag ein nahezu fehlerfreier Auftritt. So sicherte Dähne den Sechzgern das neunte Clean Sheet der Saison.
Manuel Pfeifer (db24-Note 4): Nach seinem starken Comeback gegen Regensburg konnte der Österreicher diesmal nur bedingt nachlegen. Defensiv erledigte der linke Außenverteidiger seine Aufgaben solide, nach vorne wurde er jedoch zu selten eingebunden. In der neunten Minute der Nachspielzeit hatte Pfeifer den Lucky Punch auf dem Fuß, setzte seinen Volley jedoch knapp drüber.
Siemen Voet (db24-Note 4): Der Belgier hatte vor allem mit den Tiefenläufen von Multhaup immer wieder Probleme und wirkte nicht ganz so sattelfest wie gewohnt. Insgesamt ein eher durchwachsener Auftritt des sonst verlässlichen Innenverteidigers.
Raphael Schifferl (db24-Note 1,5): Der beste Löwe auf dem Platz. Der Österreicher rückte durch die Blessur von Talent Lasse Faßmann zurück in die Startelf und lieferte eine imponierende Vorstellung ab. Schifferl warf sich in jeden Zweikampf, klärte mehrfach in höchster Not und stand auch im eigenen Strafraum immer wieder goldrichtig.
Philipp Maier (db24-Note 4): Eigentlich im Mittelfeld zuhause, musste Maier wegen der Personalsorgen in die Dreierkette rücken. Dort erledigte er seine Aufgabe nicht immer fehlerlos. In der 32. Minute rettete er gegen Saarbrückens Torriegel Kai Brünker in letzter Sekunde auf der Linie. Zur Pause war verletzungsbedingt Schluss für den 31-Jährigen.
Marvin Rittmüller (db24-Note 4): Erneut erhielt der 27-Jährige den Vorzug vor Tim Danhof, konnte diese Chance aber kaum nutzen. Nach vorne blieb der Ex-Braunschweiger weitgehend ohne Wirkung und hatte insgesamt zu wenig Einfluss auf das Spiel.
Thore Jacobsen (db24-Note 4,5): Der Kapitän fand auch diesmal kaum Zugriff auf die Partie. Im Zentrum fehlten Kontrolle, Präsenz und Struktur. Auch im Spiel nach vorne kamen vom Mittelfeld-Strategen zu wenige Ideen.
Samuel Althaus (db24-Note 4): Der Junglöwe brachte Energie ins Spiel, ging kompromisslos in die Zweikämpfe und gewann einige Luftduelle. Mit seiner rustikalen Spielweise agierte er jedoch mitunter an der Grenze und wurde folgerichtig gelb-vorbelastet ausgewechselt.
Kevin Volland (db24-Note 3,5): Wie gewohnt sehr engagiert und ständig unterwegs, doch offensiv gelang dem Rückkehrer zu wenig. Der 33-Jährige rieb sich in vielen Duellen auf, ließ aber die ganz großen kreativen Momente vermissen. Spielt er auf der falschen Position?
Sigurd Haugen (db24-Note 4): Der Norweger hing diesmal weitgehend in der Luft. Die Saarbrücker Verteidigung hatte den Top-Torjäger der Löwen gut im Griff, sodass Haugen kaum in Abschlusssituationen kam. Folgerichtig wurde er in der 67. Spielminute durch Hobsch ersetzt.
Florian Niederlechner (db24-Note 4): Der Routinier zeigte Einsatz und Willen, belohnte sich jedoch nicht. Zweimal hatte Niederlechner die Führung auf dem Fuß beziehungsweise auf den Kopf, scheiterte jedoch beide Male an FCS-Keeper Menzel. Insgesamt blieb er ohne entscheidenden Einfluss auf das Offensivspiel.
Tim Danhof (db24-Note 3,5): Kam zur Pause für den angeschlagenen Maier, konnte offensiv jedoch kaum Akzente setzen. Defensiv blieb er aufmerksam, ließ seine Vorstöße über die rechte Außenbahn aber vermissen und brachte keine nennenswerte Flanke in den Strafraum.
Justin Steinkötter (db24-Note 4): Kam in der Schlussphase gegen seinen Ex-Klub und brachte zunächst frische Energie hinein. Vieles wirkte jedoch unglücklich und hektisch, zwingende Nadelstiche konnte er nicht mehr setzen.
Damjan Dordan (db24-Note 4): Kam für den gelb-vorbelasteten Althaus, blieb jedoch weitgehend blass. Der Mittelfeldspieler hatte nur wenige Ballkontakte und konnte dem Spiel kaum seinen Stempel aufdrücken.
Patrick Hobsch (db24-Note 4): Kauczinski brachte ihn in der Schlussphase als Joker, er konnte dem Spiel aber keinen entscheidenden Impuls mehr geben. Erst in der Nachspielzeit verzeichnete Hobsch per Kopf seinen ersten Abschluss. Ansonsten blieb er weitgehend abgemeldet.
Markus Kauczinski (db24-Note 4): Es ist seine Aufgabe, die Spannung in der Mannschaft hochzuhalten - das gelang ihm nicht. In der Halbzeitpause korrigierte er, so dass die Löwen zumindest in der zweiten Hälfte etwas mehr ins Gleichgewicht kamen. Seit sechs Spielen ohne Sieg, das hatte sich der gebürtige Gelsenkirchner ganz anders vorgestellt. Kauczinski muss aufpassen, dass er sich seinen guten Löwen-Start nicht kaputt macht.






