VON OLIVER GRISS UND STEFAN MATZKE (FOTO)

Naturgemäß boykottieren die stimmgewaltigen Ultras den Toto-Pokal – zumindest offiziell. Dass sich am Ende doch ein paar in die Kurve mischen, ist angesichts des Derby-Charakters zwischen Jahn Regensburg und 1860 (Samstag, 14 Uhr, db24-Ticker) nicht unwahrscheinlich. Unterstützung schadet nie. Für die Löwen steht viel auf dem Spiel: Es geht um einen weiteren Schritt Richtung DFB-Pokal.

15.210 Fans fasst das Regensburger Jahnstadion insgesamt – nach db24-Informationen waren bis Donnerstagmittag bereits 13.000 Tickets verkauft. Der Jahn rechnet am Ende mit 13.500 bis 14.000 Zuschauern bei diesem bayerischen Fußballspektakel. Nicht nur der Stehplatz-Heimbereich ist ausverkauft, sondern auch der Gästebereich, der offiziell 1.805 Löwen Platz bietet. Die Regensburger rechnen am Ende aber mit deutlich mehr Fans aus München-Giesing. Die Partie wird live im Bayerischen Fernsehen übertragen.

Für die Löwen geht es in dieser Partie gleich doppelt um Wiedergutmachung: Einerseits will man das 1:2 in Duisburg vergessen machen, andererseits sich für das 0:4 im Liga-Betrieb revanchieren. Markus Kauczinski sagte nach dem Rückschlag an der Wedau: „Jetzt geht’s gleich weiter mit dem Pokal, der für uns sehr wichtig ist. Er hat eine enorme Bedeutung für uns, um in den DFB-Pokal zu kommen. Ich freue mich darauf. Wir haben auch noch etwas gutzumachen.“ Für das Bayern-Derby kündigt der Löwen-Coach Veränderungen an: „Es wird die ein oder andere Anpassung geben. Ich muss das Spiel jetzt erst einmal sacken lassen. Aber eines ist klar: Wir werden gegen Regensburg keine Experimente machen.“

Letztmals gewannen die Sechzger den Toto-Pokal im Sommer 2020 mit Trainer Michael Köllner durch einen Elfmeter-Triumph über den damaligen Zweitligisten Kickers Würzburg. Das diesjährige Finale steigt am 23. Mai in Würzburg – mit den Löwen aus München-Giesing?