VON OLIVER GRISS UND STEFAN MATZKE (FOTO)

"Riesen-Enttäuschung, wie es gelaufen ist - Scheiße!", war die erste Reaktion von Abwehrboss Max Reinthaler nach dem 1:2 am Sonntagabend in Duisburg und der ersten Niederlage nach einer halben Ewigkeit. Dieses spontane Fazit hätte auch von Dieter Reiter sein können, der - so wie es aussieht - den Oberbürgermeisterstuhl für Dominik Krause (Die Grünen) in München räumen muss.

War’s das schon im Aufstiegskampf für den TSV 1860, nachdem der Rückstand auf den Relegationsplatz wieder auf fünf Punkte angewachsen ist? “Es ist auf jeden Fall ein herber Dämpfer. Wir wussten jetzt, dass die entscheidende Phase kommt. Die entscheidende Phase ist immer noch da, aber die anderen Mannschaften punkten - und wir haben heute nicht gepunktet. Es wird nicht einfacher.”

Die Löwen waren untröstlich nach diesem Rückschlag im Pott. Hatten sie in der ersten Hälfte noch eine starke und vor allem reife Leistung geboten, waren sie nach dem Seitenwechsel doch sehr anfällig im Abwehrbereich. “Wir müssen einfach in der ersten Hälfte die Tore machen”, ärgert sich Abwehrspieler Siemen Voet nach dem Schlusspfiff.

Und Löwen-Trainer Markus Kauczinski meinte: “Wir waren gut im Spiel, hatten einen Pfostenschuss durch Kevin Volland. In der zweiten Hälfte haben wir das Spiel aus der Hand gegeben. Wir hatten zu viele unnötige Ballverluste. Wir haben den Gegner stark gemacht. Mit dem zweiten Tor waren wir nicht scharf genug beim zweiten Ball. Wir dürfen das Spiel nicht hergeben. Wir hätten einen Punkt holen können - das ist enttäuschend, dass wir ohne Punkt heimfahren müssen.”

Duisburgs Trainer Dietmar Hirsch war nach dem Schlusspfiff verständlicherweise sehr glücklich: „Heute haben teilweise Spieler gespielt, die noch ganz jung und selten zum Einsatz gekommen sind. Und dann zeigen sie eine solche Leistung gegen eine Topmannschaft mit dem besten Kader der Liga.” Besonders den eingewechselten Sieg-Torschützen Thilo Töpken hob er hervor: „Er hat auf gut Deutsch Scheiße fressen müssen, war lange nicht im Kader. Als ich ihm vorgestern gesagt habe, dass er dabei ist, hat er geantwortet: ‚Trainer, wenn du nicht brauchst, bin ich da!‘ Das ist genau das, was uns ausmacht.“

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