Kauczinski: Auf dem Weg zum besten Drittliga-Trainer aller Zeiten?
- VON OLIVER GRISS
- 19.03.2026 08:37
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VON OLIVER GRISS
Dem 56-Jährigen ist es zu verdanken, dass die Löwen wieder etwas träumen dürfen. Von den zuletzt 18 zu vergebenen Punkten holte 1860 unter dem gebürtigen Gelsenkirchener 16. Nur drei Punkte beträgt der Rückstand auf den Relegationsplatz. Deswegen sagte Ex-Trainer Patrick Glöckner zuletzt auch im Studio von MagentaSport: „Was Markus wirklich gut macht, ist, dass er die Spieler bringt, die ein gutes Momentum haben und auch mal junge Spieler einsetzt. Die Null ist erstmal das Wichtigste. Aktuell reichen dann ein, zwei Konter oder eine Standardsituation. Das klappt bisher sehr gut und daher sind sie auf einem stimmigen Weg.“
Dabei soll Kauczinski im Herbst zunächst gar nicht die erste Wahl gewesen sein - und dann tauchte er doch an der Grünwalder Straße 114 auf. Monate später lässt sich festhalten: ein absoluter Glücksgriff. Denn der 56-Jährige schaffte mit dem 1860-Kader nicht nur den Turnaround, sondern brachte vor allem wieder einige essenzielle Eigenschaften nach Giesing zurück: Fleiß, Struktur, Hingabe - und vor allem Ruhe.
Auf den zweiten Blick kommt dieser Erfolg allerdings nicht von ungefähr. Kauczinski ist eine echte Größe in der Dritten Liga, stieg mit dem Karlsruher SC und Wehen Wiesbaden bereits zweimal in die Zweite Liga auf und zählt statistisch zu den erfolgreichsten Trainern seit Einführung der Spielklasse. Auch mit Dynamo Dresden war er auf dem Weg in die Zweitklassigkeit, wurde auf der Zielgeraden aber von Ex-Löwen-Trainer Alexander Schmidt ersetzt. Die Sachsen stiegen am Ende auf. Dass Kauczinski den TSV 1860 von Rang 13 zurück in den Aufstiegskampf geführt hat, passt ins Bild und unterstreicht, dass Neu-Geschäftsführer Manfred Paula bei dieser Personalie eine gute Nase hatte.
Die Zahlen sprechen ohnehin für sich: Nur Christian Titz (heute Hannover 96) und Uwe Neuhaus weisen unter allen Trainern mit mindestens 50 Drittliga-Spielen einen besseren Punkteschnitt auf als Kauczinski. Über seine Stationen hinweg kommt er in 148 Spielen auf starke 1,85 Punkte pro Partie - bei 1860 liegt er aktuell sogar bei 1,95 Zählern pro Partie. Nur dank dieser Entwicklung darf der Löwe wieder nach oben schielen. Und wer weiß: Können die Löwen auch in Duisburg (Sonntag, 16.30 Uhr, db24-Ticker) ein Ausrufezeichen setzen, würde sich die Ausgangsposition weiter für den Endspurt verbessern.






