1860-Abwehrchef Reinthaler bleibt bis 2027 - Dähne und Haugen im Fokus - schwere Zeit für Verlaat
- VON OLIVER GRISS UND STEFAN MATZKE (FOTO)
- 13.03.2026 09:48
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Wichtiger Baustein: Max Reinthaler.
VON OLIVER GRISS UND STEFAN MATZKE (FOTO)
Die Mannschaft funktioniert – was in erster Linie auch als großer Erfolg von Markus Kauczinski zu verbuchen ist. Der 56-jährige Gelsenkirchener nimmt jeden mit. Er selbst predigte mantraartig im Trainingslager: „Wir brauchen jeden Spieler. Ich bin froh, dass wir so einen großen Kader haben.“ Und was in der Mannschaft besonders gut ankommen soll, so heißt es jedenfalls: „Der Trainer handelt konsequent nach dem Leistungsprinzip. Dass Markus Kauczinski wirklich jedem Spieler das Gefühl gibt, nicht abgeschrieben zu sein, stärkt das Wir-Gefühl enorm. Das sind keine Floskeln.“

Und genau das erlebte man in den vergangenen Jahren schon anders, als es Übungsleiter gab, die ihre Lieblinge hatten und Teile der Reservisten auch so behandelten, als seien sie Löwen zweiter Klasse. Kauczinski pflegt einen anderen Stil – und davon profitiert die Mannschaft ungemein.
Eine Hilfe ist für Paula auch, dass wichtige Personalentscheidungen bereits aufgrund von Vertragsklauseln geklärt sind: So verlängerten sich die Arbeitspapiere von Patrick Hobsch, Florian Niederlechner und auch Philipp Maier automatisch.
Und auch bei Abwehrboss Max Reinthaler, einem der größten Gewinner unter Kauczinski, ist die Situation geklärt: Obwohl man vor einiger Zeit noch davon ausgehen musste, dass sein Vertrag im Sommer 2026 endet, hat db24 jetzt erfahren, dass Ex-Geschäftsführer Dr. Christian Werner bereits im vergangenen Sommer mit dem Südtiroler die Weichen für eine weitere Saison bis 2027 gestellt hat. Eine glückliche Fügung, denn Reinthaler ist inzwischen zu einer unverzichtbaren Größe bei 1860 geworden. Ihm kommt entgegen, dass 1860 mit einer Dreierkette operiert. Zum ersten Mal schenkte ihm Kauczinski beim 3:0-Sieg über Energie Cottbus das Vertrauen – seitdem ist der frühere Augsburger gesetzt. In dieser Phase kassierten die Löwen nur drei Niederlagen, was für Reinthaler spricht. Der Abwehrspieler profitiert vom Vertrauen des Trainers, aber auch von seinem eigenen Wandel: Er hat seinen Körper seit einigen Monaten im Griff – und das war nicht immer so.
Doch 1860 braucht weitere Erfolgsmeldungen, allen voran bei Torwart Thomas Dähne. Der Oberaudorfer, dessen Vertrag ausläuft, sagte nach dem 5:0 über Havelse: „Ich kann nur sagen, dass wir uns extrem wohlfühlen und dass wir in Gesprächen sind. Aber wann es etwas zu verkünden gibt, werden wir sehen.“

db24 weiß: Dähne ist inzwischen in den Fokus eines ambitionierten Zweitligisten geraten. Zu viel Zeit sollten sich die Löwen nicht mehr lassen, wenn sie weiter mit Dähne planen, der nach dem ungarischen Rekordnationalspieler Gábor Király der beste Löwen-Torhüter der vergangenen 15 Jahre an der Grünwalder Straße ist. Für Sechzig spricht, dass Dähne eigentlich nicht mehr umziehen will.
Ebenfalls in der Warteschleife befinden sich neben Dähne auch Thore Jacobsen, Tim Danhof, Jesper Verlaat, Raphael Schifferl, Morris Schröter, Maxi Wolfram, Clemens Lippmann, Paul Bachmann, Miran Qela, Finn Fuchs, Damjan Dordan, Tunay Deniz, David Philipp und Noah Klose. Ihre Verträge laufen zum 30. Juni aus.

Besonders bitter ist die Situation sowohl für Kniepatient Tunay Deniz als auch für den amtierenden Kapitän Verlaat. Er hat sich zwar nach vielen körperlichen Rückschlägen wieder herangekämpft, kommt momentan aber über die Bankdrückerrolle nicht hinaus und kann sich demnach nicht präsentieren. Die Begründung von Kauczinski nach dem 1:0 in Köln, warum er auf Lasse Faßmann und nicht auf Verlaat gesetzt hat: „Jesper war kein Thema, weil er für mich kein Rechtsverteidiger ist, sondern ein zentraler Mann – und noch keinen Rhythmus hat.“ Auch gegen Wiesbaden (Samstag, 16.30 Uhr, db24-Ticker) wird Verlaat mit ziemlicher Sicherheit keine Option für die Startelf sein.

Und obwohl Sigurd Haugen, mit elf Saisontreffern derzeit bester 1860-Torschütze, noch Vertrag bis Sommer 2027 hat, spielen nach db24-Informationen mehrere deutsche Zweitligisten mit dem Gedanken, den Norweger zu verpflichten. Zuletzt hatte Paula gegenüber „MagentaSport“ verlauten lassen: „Wenn ein Spieler so performt, ist es klar, dass er Begehrlichkeiten weckt. Wenn es nach uns geht, wollen wir ihn natürlich weiter im Löwen-Trikot sehen. Wir sind auf einem guten Stand!“ Was auch heißen könnte: Paula versucht, den Vertrag mit Haugen vorzeitig zu verlängern. Die Löwen-Fans würden es dem Geschäftsführer danken, der derzeit zweigleisig planen muss. Paula kann jetzt beweisen, was er kann.







