Traumziel Marienplatz: Herr Kauczinski, wie viele Siege braucht 1860 noch?
- VON OLIVER GRISS UND STEFAN MATZKE (FOTO)
- 13.03.2026 13:27
- 2 Minuten Lesezeit
- 20 Kommentare
VON OLIVER GRISS UND STEFAN MATZKE (FOTO)
Den alten Köllner-Rekord aus der Saison 2022/23 – fünf Siege in Folge – hat Markus Kauczinski mit dem 1:0 am vergangenen Freitag bei Viktoria Köln geknackt. Setzt sich dieser Trend beim TSV 1860 fort? „Die Stimmung ist gut, wenn man gewinnt. Wir sind jetzt in diesem Bereich, wo acht oder neun Mannschaften um das begehrte Ziel kämpfen“, sagte der Löwen-Trainer. Das begehrte Ziel ist die Rückkehr in die Zweite Liga.
Kauczinski kennt sich mit Serien aus. In der Saison 2012/13 gelangen dem 56-Jährigen als Trainer des Traditionsklubs Karlsruher SC sogar zehn Drittliga-Siege am Stück und 20 Spiele ohne Niederlage. Am Ende stieg der gebürtige Gelsenkirchner mit dem KSC in die Zweite Liga auf.
Kommt es in München-Giesing nun zu einer Wiederholung? Kauczinski wäre jedenfalls der erste Trainer, dem dieses Kunststück mit drei verschiedenen Klubs auf Drittliga-Ebene gelingen könnte.
Klar ist aber auch: Bis zum Traumziel Marienplatz, der nur zu besonderen Anlässen geöffnet wird, ist es noch ein weiter Weg. Zehn Spieltage sind noch zu absolvieren.
Wie viele Siege braucht 1860 noch, Herr Kauczinski? Der Trainer sagte am Freitag in der Spieltags-Pressekonferenz: „Mit solchen Rechnungen braucht man gar nicht erst anzufangen. Die Basis ist unsere Leistung.“ Doch Kauczinski weiß natürlich auch: „Es sind jetzt nur noch Endspiele.“ Genau solche Situationen mag Kauczinski. Dafür ist er auch Trainer.
Und ausgerechnet jetzt kommt für ihn ein alter Bekannter: der SV Wehen Wiesbaden, den Kauczinski 2023 in die Zweite Liga geführt hat. Er pflegt noch viele Verbindungen nach Hessen – und weiß natürlich auch, dass die Gäste in der Vergangenheit nicht unbedingt ein Lieblingsgegner des TSV 1860 waren. Über Wiesbaden sagte Kauczinski: „Wiesbaden ist ein bisschen ein Geheimtipp, die fliegen etwas unter dem Radar. Das wird ein 50:50-Spiel. Ich rechne mit einem sehr harten Kampf.“
Der letzte Löwen-Sieg gegen Wiesbaden liegt inzwischen schon fast dreieinhalb Jahre zurück: Am 22. Oktober 2022 besiegte die Köllner-Elf die Hessen zuletzt mit 3:1. Trainer beim Gast damals? Markus Kauczinski. Trotz der Niederlage in München-Giesing stieg Wiesbaden am Ende in die Zweite Liga auf.
Die Löwen-Elf muss diesmal notgedrungen umgebaut werden: Für den gelbgesperrten Kapitän Thore Jacobsen wird der 23-jährige Damjan Dordan im zentralen Mittelfeld beginnen. Samuel Althaus soll – wie Noah Klose und Finn Fuchs – bei der U21 im Heimspiel gegen den FC Pipinsried (Samstag, 12 Uhr) Spielpraxis sammeln.
Das Grünwalder Stadion ist natürlich einmal mehr ausverkauft: Aus Wiesbaden reisen 318 (!) Fans an. Den Stimmungsvorteil hat also in jedem Fall der TSV 1860.






