VON OLIVER GRISS UND IMAGO (FOTO)

Noch bevor der TSV 1860 Vorwürfe in Richtung Preußen Münster erhob, wollte db24 vom Aufsteiger wissen, warum die Löwen-Ultras nicht ins Stadion gekommen sind. Die Mitteilung von Pressesprecher Marcel Weskamp im Wortlaut: "35 Personen, die der aktiven Fanszene zuzuordnen sind, hatten während der Anreise nach Münster umfangreiche Sachbeschädigungen begangen und wurden noch während der Tatausführung durch die Polizei festgesetzt. Das Verhalten der Gruppe wurde als unkooperativ und verbal aggressiv geschildert. Im Ergebnis wurde die Entscheidung getroffen, der Gruppe zur Verhinderung weiterer sicherheitsrelevanter Vorkommnisse für diesen Spieltag ein Betreten des Stadions auf Grundlage des Hausrechts zu verweigern. Darüber hinaus entschied die Polizeiführung gegen alle trotzdem anreisenden Personen dieser Gruppe aus gefahrenabwehrenden Gründen Platzverweise für den Bereich Münster auszusprechen. Diese Entscheidung wurde der Ultragruppierung durch die Polizei mit der Aufforderung, den Heimweg anzutreten, mitgeteilt. Als die Gruppe dennoch am Stadion auftauchte, wurden durch die Polizei erneut Platzverweise ausgesprochen und die Gruppe zur Autobahn Richtung Süden begleitet. Andere Fans der Löwen, gegen die es keinerlei Vorbehalte gab, solidarisierten sich mit der Gruppe und blieben dem Stadion freiwillig fern.“

Die Löwen hatten in ihrer Pressemitteilung erklärt: “Aufgrund der aktuellen Erkenntnisse empfinden wir die durch den SC Preußen Münster und die Polizei Münster ausgesprochenen Kollektivstrafen als überzogen und unnötig. Dies hat der Geschäftsführer des TSV 1860 München den Verantwortlichen vor Ort bereits in aller Deutlichkeit mitgeteilt. Nur durch die gute Zusammenarbeit der Fanbetreuung und der Abteilung Spielbetrieb/Sicherheit des TSV 1860 München mit den eigenen Fans und die besonnene Reaktion der aktiven Fanszene konnte eine mögliche Eskalation verhindert werden.”