VON OLIVER GRISS UND BERND FEIL (FOTO)

FC INGOLSTADT - TSV 1860 MÜNCHEN 2:1.

So brüllte der Löwe: Hiller (Note 4) - Lang (3), Kwadwo (4), Verlaat (3) - Zejnullahu (4), Frey (5/46. Rieder 5) - Kurt (4/80. Lakenmacher 4), Starke (5/89. Bonga), Vrenezi (4), Guttau (3) - Zwarts (4/94. Sulejmani).

So spielte der FCI: Funk – Malone, Schröck (46. Keidel) , Cvjetinovic – Guwara (46. Seiffert), Kopacz, Deichmann, Costly – Mause, Testroet (81. Kügel), Beleme (46. Kanuric, 87. Nduka).

Tore: 0:1 (23.) Guttau, 1:1 (58.) Mause, 2:1 (77.) Kopacaz.

Gelbe Karten: Malone, Schröck, Deichmann, Kopacz, Mause – Frey, Guttau, Zejnullahu.

Schiedsrichter: Florian Exner (Note 3).

Zuschauer/Löwenanteil: 13.500/6.800.

Die db24-Spielbewertung: 4,0.

Zum Lachen: Als das Derby vorbei war, lief Neuzugang Leroy Kwadwo zur Höchstform auf und lieferte sich ein wildes Handgemenge mit Ingolstadts Nduka. Hätte der Löwen-Verteidiger diese Aggressivität mal lieber in den 96 Minuten zuvor an den Tag gelegt, dann wäre das Spiel womöglich anders ausgegangen. Der vermutliche Auslöser war der provozierende Jubel von FCI-Torschütze Mause vor dem Löwen-Fanblock.

Zum Weinen: Mit dieser in der zweiten Hälfte von den Löwen gezeigten Körpersprache würdest du auf der Wiesn nicht mal im Traditionstheater “Auf geht’s beim Schichtl” an der Tür arbeiten dürfen.

Mein Held(en): Die 6.800 Fans, die 1860 in der Auswärtsfahrer-Tabelle auf Rang 1 katapultieren. Chapeau für diese Nibelungentreue! Ohne diese Hingabe wäre der Löwe von der Wahrnehmung her nur ein Giesinger Straßenmäuschen.

Der Löwen-Spruch des Tages: “Wir müssen mehr Persönlichkeit an den Tag legen. Wir haben uns wieder selbst bestraft, wie auch in den letzten Spielen.” Maurizio Jacobacci.

So schaut’s aus, Sechzig: Aufwachen, Löwen! Solange der TSV 1860 München nicht als geschlossene Einheit auftritt, wird auch der Sport nicht besser werden, wird der Funktionärsstress immer auf die Mannschaft ausstrahlen. Ausnahmslos alle müssen sich an der eigenen Nase fassen - und nicht die Schuld immer auf die andere Seite schieben. Und bevor wichtige Personalentscheidungen an der Grünwalder Straße 114 getroffen werden, braucht man erst einmal ein professionelles Konzept! Das sollte gemeinsam auf Augenhöhe geschehen und nicht in irgendeinem Giesinger Hinterzimmer. Und genau das gibt es seit sechs Jahren nicht…