VON OLIVER GRISS UND PASSION2PRESS (IMAGO)

Der Abstieg von Türkgücü aus der Dritten Liga ist kaum mehr zu vermeiden, weil der Klub in einem Insolvenzverfahren steckt (zwei Millionen Euro fehlen) - demnach werden demnächst neun Punkte abgezogen. Und trotzdem sind die angeschlagenen Perlacher nicht zu unterschätzen, das beweisen die respektablen Ergebnisse gegen die Aufstiegskandidaten Osnabrück (1:1) und Mannheim (0:0).

TG-Trainer Andreas Heraf will den Löwen im Aufstiegskampf ein Bein stellen - dementsprechend motiviert geht Türkgücü in dieses ungleiche Duell am Mittwoch (19 Uhr, db24-Ticker): “Wir freuen uns auf das Derby, weil es etwas Besonderes ist, gegen den Rivalen in der Stadt zu spielen”, erklärte der Österreicher am Montag in der Zoom-PK: “Die Vorzeichen haben sich natürlich durch die Bekanntgabe des Insolvenzverfahrens geändert. Die Stimmung wurde natürlich gedrückt, aber wir werden in dieses Derby nochmal alles investieren, um die Sensation zu schaffen. Wir wollen einen Sieg erreichen. Wir sind sicher nicht Favorit, weil die Sechzger gut drauf sind. Wir wissen, was auf uns zukommt. Es ist immer noch ein Kampf 11 gegen 11. Wir werden eine gute Mannschaft aufstellen können, um Paroli bieten zu können.”

6000 Tickets sind für diesen Vergleich im Olympiastadion bislang verkauft. Heraf: “Ich würde mich freuen, wenn wir die 10.000 Fans vollbekommen.” Und natürlich hat der frühere Rapid-Profi mitbekommen, dass Teile der Löwen-Fans das Spiel boykottieren wollen. Dazu Heraf: “Ich kann die Löwen-Fans beruhigen. Sie werden uns nicht das Leben retten, indem sie ins Stadion kommen. Aber sie können dafür sorgen, dass es eine gute Stimmung gibt.”