VON OLIVER GRISS UND IMAGO (FOTO)

Wenn man sich die Kader der jeweiligen Drittligisten ansieht, stellt man schnell fest: In keinem anderen Verein arbeiten mehr ehemalige Sechzger als beim nächsten Gegner Kickers Würzburg. An der Zahl sechs. Die Übersicht:

Danny Schwarz: Der frühere Löwen-Kapitän ist seit ein paar Wochen Cheftrainer bei den Unterfranken - bislang nicht sonderlich erfolgreich. In der Vorsaison stieg der ehemalige Bundesliga-Kicker mit den Bayern-Amateuren als Cheftrainer aus der Dritten Liga ab. Schwarz ist eher ein introvertierter Typ, kein Lautsprecher.

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Benny Schwarz: Cheftrainer Schwarz holte seinen Namensvetter in die Main-Metropole. Zuvor war der frühere Außenverteidiger Co-Trainer der U21 des TSV 1860. Sein bestes Spiel machte der heute 35-Jährige im Februar 2008 im DFB-Pokal-Viertelfinale bei der 0:1-Pleite nach Verlängerung gegen Bayerns Franck Ribery. Musste frühzeitig seine Karriere wegen anhaltender Verletzungssorgen beenden.

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Hendrik Bonmann: Der frühere Löwen-Torwart war beliebt an der Grünwalder Straße 114. Kennt die Umfangsformen, ist ein intelligenter Bursche - und ist auch ein überdurchschnittlicher Torwart. Bei 1860 war er oft verletzt. Mittlerweile ist der ehemalige Dortmunder zum Kapitän beim unterfränkischen Zweitliga-Absteiger aufgestiegen. Den Abwärtstrend bei den Kickers kann aber auch Bonmann nicht stoppen.

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Moritz Heinrich: Galt in seiner 1860-Jugendzeit als großes Talent, wurde in der U19-Bundesliga Torschützenkönig. Zuletzt stieg der technisch begabte 24-Jährige mit seinem Klub Unterhaching aus der Dritten Liga ab. In Gedächtnis bleibt sein vergebener Hochkaräter im Hinspiel, als er allein auf Torwart Tom Kretzschmar steuerte, aber vergab. Am Ende gewann 1860 glücklich mit 1:0.

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Marvin Pourie: Der 30-jährige Wandervogel (fünf Vereine seit 2017) hat es nach Würzburg verschlagen - dort hofft man auf seine Tore. Berühmt wurde Pourie bei 1860, als sein Vater nach einem Gerangel seines Sohnes mit Torben Hoffmann im Jahr 2009 am Spielfeldrand sagte: “Komm Marvin, wir gehen!”

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Fanol Perdedej: Der “Gattuso von Giesing” titelte damals db24 - am Ende kam eine unglückliche Ehe heraus: 1860 stieg mit dem ehemaligen Herthaner aus der Zweiten Liga ab, Perdedaj kam auf 17 Einsätze. Der Mittelfeldspieler ist sehr mannschaftsdienlich.