VON OLIVER GRISS UND MLADEN LACKOVIC (IMAGO)

“Wir müssen jetzt abwarten, wie sich das Gesundheitsamt entscheidet. Bis dahin sind die Jungs in behördlich angeordneter Quarantäne.” Sport-Geschäftsführer Günther Gorenzel nach dem Zitter-Sieg im Elfmeterschießen in Burghausen (7:6) am Mittwochabend - wohlwissend, dass der TSV 1860 nach Halle (Sonntag, 13 Uhr) vermutlich mit einem Rumpfteam anreisen muss.

Heute Mittag wissen die Löwen aber mehr, wie sie mit dem positiven Corona-Befund um Neuzugang Kevin Goden (Nürnberg) umgehen müssen - und welche Spieler/Trainer in Quarantäne bleiben müssen. “Kevin hat uns versichert”, so Gorenzel gegenüber db24, “dass er in den letzten Tagen mit niemanden Kontakt gehabt hat.”

Will 1860 das Sicherheitssystem rund um die Pandemie wieder verschärfen?

Gorenzel will sich nicht nachsagen lassen, dass bei 1860 zuletzt geschludert wurde: “Wir haben uns auch in den letzten Wochen sehr vorsichtig verhalten. Aber was man sicherlich hinterfragen muss, sind Einsätze von Spielern in anderen Mannschaften. Wir haben da schon den ein oder anderen Verdachtsmoment. Es ist auch so, dass die U21 als Kontaktperson gilt, weil Kevin am Sonntag in der U21 gegen Hankofen gespielt hat - und das in diesen Zeitrahmen hineinfällt. Hier muss man jetzt schauen, ob es weitere Infektionen gibt und wer die Person 0 - wie es so schön heißt - ist. Und dann muss man sich fragen, ob es Sinn macht, dass Nichtgeimpfte in anderen Mannschaften spielen. Man sieht, Corona schläft nicht!”

Die Frage ist: Warum sind bei 1860 nicht alle Spieler des Profikaders durchgeimpft? Nach db24-Informationen haben die Löwen es ihren Profis offengelassen, sich zu impfen oder nicht. Der Großteil nahm das Impfangbot nach dem Trainingslager in Windischgarsten an, einige versperrten sich.

Ob Gorenzel hier jetzt in Zukunft einwirken wird, ist offen.