VON OLIVER GRISS UND ULI WAGNER (FOTO)

Wann herrscht endlich Klarheit, wie es mit dem Grünwalder Stadion weitergeht?

Ein “runder Tisch” in der Wirtschaft “Gartenstadt” brachte am vergangenen Montag nicht das gewünschte Ergebnis, wie man das Chaos rund um die Kultstätte am Giesinger Berg in den Griff bekommt. “Das Problem ist immer der Mensch”, sagte Beatrix Zurek, die Leiterin des Referats für Bild und Sport im Münchner Rathaus. Und die frühere 1860-Verwaltungsrätin weiß natürlich auch, dass es bei Fußballspielen etwas rauer zugeht als bei einem Konzert in der Münchner Oper: “Das Stadion wird immer eine Beeinträchtigung darstellen. Für die einen ist es ein Teil von Giesing, für die anderen ist es das eben nicht.” Ab Sommer könnte mit dem FC Bayern II neben den Löwen ein zweiter Verein in der Dritten Liga spielen. Auch der ambitionierte Bayernliga-Spitzenreiter Türk Gücü München will sich im Grünwalder Stadion einmieten.

Vertreter von Stadt, Polizei, 1860-Geschäftsführer Michael Scharold, Sebastian Dremmler (FC Bayern) und Sprecher der verärgerten Anwohner hatten sich zu einem Stadion-Gipfel getroffen. Viele Bürgerinnen und Bürger wollen gegen die Stadt klagen, weil der Lärm und das Verkehrschaos sie offenbar erdrückt. “Ich sehe den runden Tisch auch als Versuch, diese juristischen Schritte zu vermeiden”, erklärte BA-Chef Clemens Baumgärtner. Als erstes Entgegenkommen hat der TSV 1860 bei seinen Heimspielen bereits die Lautsprecher-Anlage deutlich gedrosselt - aber ob dies den aufgebrachten Anwohnern reicht?