VON OLIVER GRISS UND CATRIN MÜLLER (MIS-FOTO)

Der erste Eindruck ist wichtig - sagt man. Und so ist es kaum verwunderlich, dass der Heimatabend für Löwen-Trainer Kosta Runjaic heute gegen Borussia Dortmund (17 Uhr, dieblaue24-Liveticker) für die 1860-Fans auch so etwas wie ein Schnuppertag wird. Schließlich ist das Duell gegen den deutschen Vize-Meister der erste Runjaic-Auftritt auf Münchner Boden - noch dazu im von vielen Fans heiß und innig geliebten Grünwalder Stadion. Es wird für die Fans wichtig sein, ob Runjaic’ Handschrift schon ein klein wenig zu erkennen ist.

Runjaic selbst fühlt sich bestens aufgenommen in München-Giesing. „Ich habe mich hier von Anfang an zu Hause gefühlt“, beschreibt er seinen Einstieg beim TSV 1860: Der Kontakt mit den Fans war sofort sehr eng.” Ob beim ARGE-Treffen in Dietfurt, als Runjaic bewusst von der Bühne stieg, um auf einer Ebene mit den Fans zu stehen - oder tagtäglich am Trainingsgelände: Der Bierofka-Nachfolger versucht immer auf die Löwen-Anhänger zuzugehen. Ein Plausch hier, ein Plausch da.

Welchen Claim würden Sie gerne auf der Löwen-Brust lesen?

Umfrage endete am 29.07.2016 11:00 Uhr

Einmal Löwe, immer Löwe!
34% (1846)

Münchens große Liebe.
31% (1659)

München ist blau.
13% (698)

Danke, Hasan!
9% (484)

Löwenslänglich.
7% (363)

Zweitliga-Dino.
4% (209)

Unabsteigbar.
1% (63)

Hoffnungsträger.
1% (39)

Teilnehmer: 5361

Was am Ende aber zählt, ist einzig und allein die Arbeit auf dem Platz: Und dort zeigt sich Runjaic mit seinem Team kreativ, abwechslungsreich und ausgesprochen fleißig. “Das Training ist sehr variabel. Auch wenn es sehr anstrengend ist, es macht großen Spass”, sagt Mittelfeld-Routinier Goran Sukalo.

Runjaic kann bei 1860 viel gewinnen, weil viele seiner Vorgänger meist die “Wohlfühloase”-Taste bei Münchens großer Liebe gedrückt haben. Kosta dagegen will`s wissen. Chillen bei Sechzig? Das war mal. Rund um die Uhr ist das Trainerteam an der Grünwalder Straße. In seinen ersten Wochen hat er schon viel verändert - und es wird zu weiteren unbequemen Veränderungen kommen. Er will “Verkrustetes” aufbrechen. Den Ruf des “eigenwilligen Sanierers” hatte er auch schon in Kaiserslautern. Zweimal wurde er mit den Pfälzern Vierter. Sollte sich der Fleiß des 45-Jährigen auch in Giesing auszahlen, wird 1860 am Ende nichts mit dem Abstieg zu tun haben.