VON OLIVER GRISS UND IMAGO (FOTO)

Zumindest konnte Außenverteidiger Moritz Seiffert diesen mühsamen 1:0-Arbeitssieg am Sonntagnachmittag in Eltersdorf richtig einordnen: "Es war ein Kampfsieg. Wir wussten, was auf uns zukommt - ich glaube, das haben haben wir umgesetzt. Fußball spielen war heute nicht so möglich." Sei's drum: Die Löwen haben sich zum dritten Sieg in Folge gewürgt - nach dem Motto: Schrecklich erfolgreich!

Morgen ist das Wie schon wieder vergessen, viel wichtiger ist, dass der TSV 1860 nicht auf Herbstmeister FC Memmingen abreißen lässt und den Rückstand auf sechs Punkte verkürzt hat.

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Löwen-Trainer Alper Kayabunar sprach von einem „dreckigen Sieg”. Seine Analyse lautete so: “Wir wollten kein schönes Spiel machen, sondern einfach dieses Spiel gewinnen und einen Haken dahinter setzen. Das war entscheidend heute.“ Der 40-Jährige sieht in seiner Mannschaft inzwischen eine richtige Siegermentalität: „Wir haben nach der Derby-Niederlage eine gute Reaktion gezeigt und wirken mittlerweile sehr stabil. Wir lassen eigentlich keine Torchance zu und schießen das eine entscheidende Tor und bringen es über die Zeit. Das ist uns in der Anfangsphase der Saison nicht gelungen und deswegen freut es mich für die Mannschaft. Mit diesem Verein kann es ganz weit gehen. Ich glaube, es ist für jeden klar, dass dieser Verein nicht in die Regionalliga gehört. Aber wir schauen mit unserer Gruppe momentan einfach nur von Spiel zu Spiel!“

Eltersdorfs Coach Bernd Eigner, früher Profi bei St. Pauli Hamburg, lobte seine Mannschaft, die 1860 über die gesamte Spielzeit ebenbürtig war. „Die ersten vier Minuten waren die Löwen präsent, haben uns in die eigene Hälfte gedrückt, da hatten wir Glück. Danach habe ich uns spielerisch auf Augenhöhe auf einem schwer zu bespielenden Boden gesehen.“ Eigner trauerte den „zwei, drei gute Möglichkeiten“ vor dem Siegtreffer der Gäste nach. „Dann fällt das 1:0, das du nur schwer verteidigen kannst. In der zweiten Halbzeit haben wir noch mal alles versucht, auch auf zwei Spitzen umgestellt, später sogar auf drei. Ehrlicherweise muss man sagen, dass wir nicht mehr den richtigen Druck im letzten Dritten entwickeln konnten.“ Trotzdem lobte er seine Mannschaft für den „tollen Auftritt. Das gibt uns Mut für die kommenden Spiele.“

Den Blick richten die Löwen jetzt schon auf das brisante S-Bahn-Derby gegen die SpVgg Unterhaching (Samstag, 14 Uhr), wenn es darum geht, die nächsten drei Punkte einzufahren. Kapitän Dennis Dressel wird dann mit seiner fünften gelben Karte fehlen - und ob Abwehrboss Felix Weber, der noch in der ersten Hälfte verletzungsbedingt ausgewechselt werden musste, dabei sein kann, ist fraglich.

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