VON OLIVER GRISS UND STEFAN MATZKE (FOTO)

Ist das Rennen um die Herbstmeisterschaft in der Regionalliga Bayern schon entschieden - oder geht da noch was für die Sechziger? Obwohl Spitzenreiter FC Memmingen derzeit sechs Punkte vor den Löwen liegt, kann die Kayabunar-Elf die Allgäuer auf den letzten Metern der Hinrunde doch noch abfangen. Dafür brauchen die Blauen jedoch zwei Siege – und kräftige Schützenhilfe aus Augsburg.

Die Ausgangslage: Memmingen führt das Klassement derzeit mit 36 Punkten aus 17 Spielen an. Die Löwen stehen bei 30 Zählern, haben aber erst 16 Partien absolviert. Während für 1860 noch die Aufgaben in Eltersdorf (Sonntag, 15 Uhr, db24-Ticker) und gegen den Lokalrivalen aus Unterhaching anstehen, bestreitet der Tabellenführer am Samstag beim FC Augsburg II bereits sein letztes Hinrundenspiel. Am abschließenden 19. Spieltag haben die Memminger frei.

Die Rechnung für Sechzig: Memmingen muss verlieren, die Löwen müssen dagegen zweimal gewinnen.

Und dann hätten die Sechzger die Nase vorn: Schon jetzt ist ihre Tordifferenz mit plus 13 besser als die des Spitzenreiters mit plus elf. Bei zwei Löwen-Siegen und einer Memminger Niederlage würde dieser Vorteil weiter wachsen. 1860 wäre mit 36 Punkten Herbstmeister.

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Allerdings: Bereits ein Unentschieden in Augsburg reicht Memmingen, um den inoffiziellen Titel aus eigener Kraft einzutüten. Die Löwen wissen also schon vor ihrem Anpfiff in Eltersdorf, ob nach dem Neuanfang des Sommers sie den inoffiziellen Herbstmeister-Titel noch einfahren können.

Der Aufstieg ist mit diesem Leistungsnachweis selbstverständlich noch nicht geritzt. Ein Ausrufezeichen wäre sie für Sechzig aber allemal. In der Vorsaison wurde die Zweitliga-Reserve des 1. FC Nürnberg Herbstmeister (40 Punkte aus 17 Spielen) - an diesem Status änderte sich bis Saisonende nichts mehr. Der Club-Nachwuchs ging als Regionalliga-Meister über die Ziellinie. Auch in der Saison zuvor war mit dem 1. FC Schweinfurt der Herbst-Champion am Ende auch der Bayern-Meister. Ein gutes Omen auch für den künftigen Titelträger? Jedenfalls ist man in Memmingen offenbar bereit, die Dritte Liga in Angriff zu nehmen. Zuletzt sagte FCM-Boss Andreas Minkenberg, nachdem Bayern-Legende Bulle Roth dem Klub den Aufstieg wünschte: “Die Mannschaft hat keine Bremse.”