Rekordspieler Cerny: 1860 muss konstanter werden!
- VON OLIVER GRISS UND IMAGO (FOTO)
- 01.11.2026 08:54
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VON OLIVER GRISS UND IMAGO (FOTO)
Elfeinhalb Jahre hielt Cerny den Löwen als Spieler die Treue. Warum? „Weil wir super schöne Zeiten erlebt haben da. Es ist eigentlich von Jahr zu Jahr immer noch bergauf gegangen, bis zu dem Abstieg in die zweite Liga. Aber von dem Zeitpunkt, wo ich gekommen bin, 1996 im Januar, bis zum Abstieg, ist es eigentlich gefühlt jedes Jahr bergauf gegangen.“
Cerny spielte mit den Löwen im Europacup und gehörte zu jener legendären Mannschaft, die in der Saison 1999/2000 beide Bundesliga-Derbys gegen den FC Bayern gewann und sich damit die inoffizielle Stadtmeisterschaft sicherte. Erinnerungen, die für immer bleiben. „Wir haben immer eine super Mannschaft gehabt, das hat riesen Spaß gemacht. Ich habe mich da wohlgefühlt, mit meiner Familie auch, und darum hat es da jetzt nie für mich den Gedanken gegeben, zu wechseln.“
Möglichkeiten, sich sportlich zu verändern, gab es immer wieder. Doch das Löwen-Herz war zu groß, um sich zu verabschieden. „Es waren Möglichkeiten da, aber es war nie was dabei, wo ich gesagt hab, das muss ich unbedingt machen. Und im Nachgang bin ich happy damit.“ Nach seiner aktiven Karriere, die bis Sommer 2007 lief, blieb der frühere österreichische Nationalspieler zunächst als Jugendtrainer an der Grünwalder Straße 114, ehe er zum FC Bayern wechselte. Heute betreibt er mit Partnern eine Spieleragentur.
Das größte Pfund der Löwen sind für Cerny nach wie vor die Anhänger: „Ja, die Tradition, die Fans, diese Leidenschaft. Das macht den Verein aus, wenn man sieht, wie viele Leute da Woche für Woche zu Hause im Stadion sind und auch auswärts.“
Gerade deshalb wünscht er dem Klub endlich wieder sportlichen Erfolg – am liebsten schon in dieser Saison. „Die Möglichkeiten, aufzusteigen, sind da. Jetzt bist du oben mit dabei.“ Allerdings verbindet der 53-Jährige seine Hoffnung mit einer klaren Mahnung: „Sie müssen konstanter werden. Aber wenn sie weiter schwanken und so inkonstant sind, dann wird’s schwer.“
Ein Anfang ist gemacht: Zwei Siege in Folge – das war den Löwen zuvor erst einmal in dieser Regionalliga-Saison gelungen. Doch vor allem in der Defensive muss die Mannschaft von Trainer Alper Kayabunar aufmerksamer werden. In den vergangenen beiden Heimspielen gegen Bayern II (2:4) und Buchbach (4:3) kassierte 1860 insgesamt sieben Gegentore. Wer oben bleiben will, muss hinten stabiler werden. Ob das den Löwen gelingt?
