VON OLIVER GRISS UND STEFAN MATZKE (FOTO)

VfB Eichstätt – TSV 1860 München 0:2

So brüllte der Löwe (Altersschnitt 26,7 Jahre): Eicher (db24-Note 2) – Hoppe (3,5/73. Bell 3,5), Faßmann (3), Weber (3), Fiedler (2,5) – Uhlmann (4/46. Dordan 3,5), Dressel (3,5) – Leone (3,5), Eberwein (4), Erdogan (4/46. Wagner 3,5) – Niederlechner (4/64. Calderon 3).

**So spielte der VfB (26,7): Martin, Herger (46. Winkler), Bösl, Spies, Lamprecht, Müller, Schittler (65. Peric), Schraufstetter, Kuqanaj, Gündling, Lohner.

Tore: 0:1 Bösl (50./Eigentor), 0:2 Calderon (90.+3).

Gelbe Karten: Schraufstetter, Kuqanaj – Uhlmann.

Zuschauer/Löwenanteil: 2.830/1.900.

Schiedsrichter: db24-Note 4 für Marcel Krauß. Dass der Regionalliga-Referee beide Mannschaften bei diesen Witterungsverhältnissen in dunkler Spielkleidung gegeneinander antreten ließ, spricht nicht unbedingt für ihn. Dem 28-Jährigen aus Heufurt unterliefen zwar keine spielentscheidenden Fehler, allerdings ahndete er einige versteckte Fouls nicht. Dafür gibt’s einen Punktabzug.

Die 24-Stunden-Aktivität der db24-Blase am Spieltag: 36.001 Netto-User.

Die db24-Spielbewertung: Note 4,0. Ganz schwere Kost. Man hatte das Gefühl, dass beide Mannschaften ihren Spaß daran hatten, den Ball möglichst hoch und weit zu schlagen. Die Löwen passten sich diesem Niveau an. Kombinationen waren auf beiden Seiten Mangelware. Immerhin hatten beide Teams vor der Pause jeweils zwei fette Chancen: Cristian Leone hätte das 1:0 besorgen müssen, auch Florian Niederlechner hatte eine gute Einschussmöglichkeit. Auf der Gegenseite bewahrte Vitus Eicher die Löwen mit zwei Paraden gegen Schraufstetter vor einem Rückstand. So ging’s mit einem 0:0 in die Pause. Nach dem Seitenwechsel spielte das Wetter verrückt: Die Löwen hatten Rückenwind – und plötzlich stand’s 1:0. Nach einer Dressel-Ecke bekam Eichstätts Bösl den Ball an die Hüfte, von dort sprang er ins Netz. Anschließend verteidigten die Löwen geschickt und kraftvoll, um den Gegner vom eigenen Tor fernzuhalten. Nach einem Konter über drei Stationen sorgte der eingewechselte Arian Ortivero Calderon in der Nachspielzeit für die Entscheidung – 2:0.

Die db24-Kurvenbewertung: Note 2. So richtig Stadion-Atmosphäre konnte im Hirsch-Sportpark freilich nicht aufkommen – und trotzdem waren die Sechzger tonangebend. Die Ultras direkt hinter dem Tor sahen zwei Kisten aus nächster Nähe. Näher kann man Löwen-Treffer kaum bestaunen.

Zum Lachen: Rechtzeitig haben die Löwen jetzt auch ihre Wärmejacken von Societas bekommen – sehen schick und kuschelig aus!

Zum Weinen: Das Sauwetter in Eichstätt. Es würde nicht überraschen, wenn sich der eine oder andere Fan nach diesem wilden Nachmittag am Montag krankgemeldet hätte.

Der Trainer-Check: db24-Note 3 für Alper Kayabunar. Fußballerisch war das kein Fortschritt, so ehrlich muss man sein. Was aber stimmte, waren der Mannschaftsgeist und der unbedingte Siegeswille. Und ein Trainerkniff in der Halbzeitpause brachte 1860 in Führung: Kapitän Dennis Dressel sollte anstelle von Fiedler die Ecken von rechts schießen – und genau das ging bekanntlich auf.

Mein Löwen-Held: Torwart Vitus Eicher – zweimal verhinderte er in einer kritischen Phase den Einschlag.

Der beste Spieler auf dem Platz: Siehe Eicher.

Der db24-Quotenkönig: Vitus Eicher wurde von der db24-Community mit einem Notendurchschnitt von 2,41 zum besten Spieler der Partie gekürt – nicht zum ersten Mal in dieser Saison.

Der Löwen-Spruch des Tages: „Wir mussten viele Schweinehunde überwinden.“ Michael Eberwein.

Die nächste Löwen-Fütterung: Freitag, 19 Uhr, Heimspiel gegen den TSV Buchbach.

So schaut’s aus, Sechzig: Mei, fußballerisch scheint die Mannschaft nur bedingt liefern zu können. Wenn die Löwen aber auch in den restlichen fünf Spielen des Jahres 2026 auf diese Weise zu Siegen kommen, haben wir nichts dagegen.