Nach dem 2:4 gegen Bayern II: So schaut`s aus, Sechzig!
- VON OLIVER GRISS UND IMAGO (FOTO)
- 20.10.2026 18:45
- 3 Minuten Lesezeit
- 46 Kommentare
VON OLIVER GRISS UND IMAGO (FOTO)
TSV 1860 – FC BAYERN II 2:4
So brüllte der Löwe: Eicher (db24-Note 5) – Weber (5), Niederlechner (5), Eberwein (5), Dressel (5/75. Dordan 4), Leone (3,5), Uhlmann (5), Erdogan 4/(90.+2 Gosalci), Seiffert (5/46. Bell 4), Gevorgyan (4,5/85. Wagner 4), Faßmann (5).
So spielte der FCB II: Bärtl – Manuba, Kiala, Pavic, Ajayi (63. Kim) – Santos, Olychenko – Heinz (70. Lambe), Della Rovere (82. Gashi), Codjo-Evora (82. Assomo), Binder (63. Degraf).
Tore: 0:1 (12.) Heinz, 0:2 (23.) Binder, 1:2 (29.) Leone, 1:3 (40.) Heinz, 2:3 (50.) Erdogan, 2:4 (74.) Degraf.
Gelbe Karten: Dressel, Weber, Dordan / Della Rovere, Binder.
Rote Karten: – / Dante (58.).
Zuschauer/Löwenanteil: 15.000/13.500.
Schiedsrichter: db24-Note 1,5 für Felix Wagner. Der Zweitliga-Referee aus Glött war jederzeit Herr der Lage – angesichts der Emotionen keine Selbstverständlichkeit. Tim Binder sah nach seiner Jubel-Provokation vor der Westkurve richtigerweise Gelb. Auch beim vermeintlichen Treffer von Noah Codjo-Evora lag das Gespann mit seiner Abseitsentscheidung richtig. Konsequenterweise unterbrach Wagner die Partie kurzzeitig, als Rauch aus dem Bayern-Block über den Platz zog.
Die 24-Stunden-Aktivität der db24-Blase am Spieltag: 34.539 Visitors (Netto-User).
Die db24-Spielbewertung: Note 4,0. Der Unterhaltungsfaktor für einen neutralen Zuschauer war groß. Es gibt aber diese alte Fußballregel: Wer vorne die Tore nicht macht, bekommt sie hinten rein. Genau das passierte den Löwen. Gegen eine völlig unerfahrene und keinesfalls übermächtige Bayern-Mannschaft (Tabellenplatz 12) verlor 1860 mit 2:4. Da ist die Suche nach Alibis müßig. Schon vor dem Rückstand hätte Florian Niederlechner die Blauen in Führung bringen müssen, doch seine Tausendprozentige entschärfte der starke Bayern-Torwart Jannis Bärtl. Stattdessen schlugen die Gäste durch Heinz und Binder zu – 0:2. Cristian Leone verkürzte bei seiner Startelf-Premiere eiskalt zum 1:2, ehe Heinz noch vor der Pause den alten Abstand wiederherstellte. Auch deshalb, weil Vitus Eicher zu weit vor seinem Kasten stand. Emre Erdogan brachte die Löwen kurz nach dem Seitenwechsel per Kopf auf 2:3 heran. Anschließend drängten die Blauen auf den Ausgleich, doch der eingewechselte Degraf versetzte ihnen in der 74. Minute den entscheidenden Stich. Danach war die Gegenwehr gebrochen.
Die db24-Kurvenbewertung: Note 2,0. Anfangs war das Stadion brutal laut. Fünf Jahre hatten die Fans auf diesen Farben-Vergleich gewartet – entsprechend groß waren Vorfreude und Emotionen. Doch mit den Gegentoren wurde es auf den Rängen deutlich ruhiger. Dass selbst die kleinen Bayern den Löwen derart wehtun können, ist auch für Hartgesottene ein Schlag ins Gesicht.
Zum Lachen: Die Löwen haben es tatsächlich geschafft, die Spielernamen auf die Trikots zu bringen. Chapeau! Die Fans werden es ihnen danken.
Zum Weinen: 1860 mit einem Altersdurchschnitt von 26,1 Jahren – gedemütigt vom Kindergarten aus der Säbener Straße mit seinen 19,4 Jahren. Noch bitterer: die schwere Knieverletzung von Mark Gevorgyan.
Der Trainer-Check: db24-Note 5 für Alper Kayabunar. Wie groß sein Einfluss auf die Transferpolitik im Sommer tatsächlich war, lässt sich von außen schwer beurteilen. Unübersehbar ist allerdings: Dieser Mannschaft fehlt es im Kollektiv an Tempo. Auch bei der Körperlichkeit entspricht sie bislang nicht dem Anspruch einer 1860-Elf. 14 Spiele, nur sechs Siege – die Löwen sind nur Durchschnitt - wohlgemerkt in der 4. Liga. Neuanfang hin oder her.
Mein Löwen-Held: Saß auf der Tribüne: Rekordlöwe Harald Cerny. Er weiß, wie Derbys funktionieren…
Der beste Spieler auf dem Platz: Bayerns Torwart Jannis Bärtl. Der 20-jährige Regensburger zeigte mit mehreren starken Paraden seine Klasse – und trieb die Löwen zur Verzweiflung.
Der db24-Quotenkönig: Fabio Wagner wurde von der db24-Community mit einem Notendurchschnitt von 3,84 zum besten Löwen der Partie gekürt.
Der Löwen-Spruch des Tages: „Wir sind vorne nicht konsequent genug, die Tore zu schießen und hinten sind wir unerfahren, wie wir die Tore bekommen. Das ist eine junge, eine sehr junge Mannschaft mit ein paar arrivierten Spielern. Die Mannschaft muss lernen. Sie ist auf einem guten Weg. Fehler gehören dazu. Man sollte sie schleunigst abstellen.“ 1860-Präsident Gernot Mang.
Nächste Löwen-Fütterung: Sonntag, 14 Uhr, beim VfB Eichstätt.
So schaut’s aus: 1860 ist keine Top-Mannschaft. Gut für die Löwen, dass sie in der Regionalliga Bayern spielen. Dort reicht womöglich selbst Platz vier noch zur Teilnahme an der Aufstiegsrelegation…
