Mangs schwerwiegender Vorwurf: "Ismaik hat 1860 in die Insolvenz getrieben"
- VON OLIVER GRISS UND IMAGO (FOTO)
- 19.10.2026 08:54
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Vor dem Anpfiff des kleinen Derbys konnte Gernot Mang noch lachen.
VON OLIVER GRISS UND IMAGO (FOTO)
Versteckt hat sich Präsident Gernot Mang nicht. Im Gegenteil: Er nahm seine Einladung in die TV-Sendung „Blickpunkt Sport“ am Sonntagabend wahr – wenige Stunden nach der 2:4-Schmach gegen die Bubi-Auswahl der Roten mit einem Altersdurchschnitt von gerade einmal 19,4 Jahren.
Trauen Sie Präsident Mang und dessen Mannschaft zu, die Löwen besser zu machen?
Mang nutzte den Auftritt auch, um sich bei den Fans für die Kulisse zu bedanken. Die Atmosphäre im Grünwalder Stadion? Aus seiner Sicht herausragend: „So laut habe ich das Grünwalder Stadion noch nie erlebt.“ Vielleicht liegt das auch daran, dass er die Kultstätte aus früheren Zeiten weniger gut kennt.
Sportlich ging Mang auf die Blamage gegen den Bayern-Nachwuchs kaum ein. Deutlich redefreudiger wurde der Österreicher bei einem anderen Thema: Hasan Ismaik.
BR-Moderatorin Julia Scharf wollte wissen: „Wie frei sind die Löwen aktuell?“ Mangs Antwort ließ an Deutlichkeit nichts vermissen: „Wir sind frei und Hasan Ismaik ist Geschichte.“ Zur Begründung verwies der Präsident auf das Erwerberkonzept und die nach seiner Darstellung erfolgte Übertragung der Markenrechte an den Stammverein: „Mit dem Erwerberkonzept, das wir angeboten haben, mit dem wir auch mit Dr. Liebig verhandelt haben, das auch vom Gläubigerausschuss angenommen wurde, und wo am 1. September die Markenrechte übertragen wurden in den Stammverein, an den e.V. – damit sind wir rechtssicher.“
Ob Ismaik diese Einschätzung teilt?
Auf Scharfs Nachfrage, ob er noch mit rechtlichen Schritten des Jordaniers rechne, erklärte der 57-Jährige: „Nein! Ich glaube auch nicht mehr, dass noch etwas kommt. Wie gesagt, auch wir haben uns das angeschaut und auch wir planen den ein oder anderen Schritt, auch bezüglich Schadensersatzforderungen.“
Mangs schwerwiegender Vorwurf: „Hasan Ismaik hat 1860 in die Insolvenz getrieben.”
Eine Schuldzuweisung des Präsidenten – die Frage einer rechtlichen Verantwortung ist damit freilich nicht geklärt. Wie Ismaik und seine Anwälte auf diese Aussagen reagieren, bleibt abzuwarten.
Auf dem Rasen haben die Löwen das Mini-Derby verloren. Abseits davon gibt sich ihr Präsident ausgesprochen siegessicher, auch vielleicht deshalb, um ein bisschen von den sportlichen Minderleistungen der einst so stolzen Sechzger abzulenken.
