Trikot-Duell bei 1860
- VON OLIVER GRISS UND FOTO (FANSHOP 1860)
- 16.10.2026 11:12
- 2 Minuten Lesezeit
- 54 Kommentare
VON OLIVER GRISS UND FOTO (FANSHOP 1860)
Während die neue Spielbetriebs-GmbH auf den Litfaßsäulen in Giesing ihr neues Ausweichtrikot bewirbt („Football for the people“) und den Verkaufsstart am 22. Oktober ankündigt, legt die Merchandising-Firma von Hasan Ismaik bereits vor: Seit heute bietet sie eine „Christmas Edition“ an. Dahinter steckt das längst produzierte Ausweichtrikot der Drittliga-Löwen. Der Preis: 89,99 Euro. Im offiziellen Löwenfanshop wird ausdrücklich auf die limitierte Auflage hingewiesen.
Während manche in der Löwen-Welt Ismaiks Merchandising-Geschäft den finanziellen Kollaps wünschen, vermitteln dessen drei Fanshops – darunter das Geschäft am Flughafen – derzeit keineswegs den Eindruck, bald zu schließen. Im Gegenteil: Es kommen immer wieder neue Produkte ins Sortiment.

Und was bieten die Sechzger, die bei ihren eigenen Trikots weiter auf den Löwen verzichten, selbst an? Auf 1860shop.de werden das Heim- und das Auswärtstrikot geführt. Während das Heimtrikot derzeit nicht erhältlich ist, nachdem 8.000 Teile innerhalb von 60 Minuten verkauft worden sind, gibt es das dunkelblaue Auswärtsdress noch in fast allen Größen. Der Preis: 79 Euro plus Versand. Zuletzt bot die Fußballabteilung des TSV 1860 außerdem einen Turnbeutel an.
Die Frage ist: Wann können der neue Ausrüster Societas und die Löwen so liefern, dass die Fans eine größere Auswahl bekommen?
Vizepräsident Peter Schaefer erklärte zuletzt gegenüber dem Fanportal sechzger.de: „Ein komplettes Merchandising wird sicher noch etwas dauern. Andere Clubs haben Jahre Zeit, um eine professionelle Vertriebsstruktur aufzubauen. Aber es wird demnächst schrittweise weitere Artikel im Shop geben, ohne dass ich jetzt allzu hohe Erwartungen schüren möchte.“
Und weiter: „Mit Sicherheit wollen wir uns qualitativ und optisch positiv vom Sortiment der Vergangenheit abheben. Wir dürfen uns aber nichts vormachen, der Fanshop eines Vereins wie Sechzig München sollte keine Boutique sein, sondern muss eine große Bandbreite an Fans jeder Geschmacksrichtung und Kaufkraft bedienen können.“
Wie schwierig sich der ausgerufene Befreiungskampf im Alltag offenbar noch gestaltet, zeigt eine kleine Episode: Zuletzt war die Regionalliga-Mannschaft in einem Giesinger Dönerladen eingeladen. Als Geschenk brachten die Löwen allerdings kein aktuelles Trikot mit, sondern eines aus der Vorsaison – mit der „Bayerischen“ als Sponsor und dem Löwen auf der Brust.
Ganz ohne die Vergangenheit geht’s offenbar doch noch nicht…
