VON OLIVER GRISS UND STEFAN MATZKE (FOTO)

Nein, auswärts können sie es einfach (noch) nicht: Das magere 1:1 in Illertissen am Samstagnachmittag vor über 4.100 Fans bedeutete für den TSV 1860 das vierte sieglose Spiel in Folge auf fremdem Platz – eine Bilanz, die im deutlichen Gegensatz zur jüngsten Heimserie steht: drei Spiele, drei Zu-null-Siege. Dementsprechend ernüchtert wirkte Löwen-Boss Gernot Mang nach dem Schlusspfiff auf der kleinen Tribüne, während Vizepräsident Christian Dierl sein Handy zückte. Möglicherweise, um einen Blick auf die neue Regionalliga-Tabelle zu werfen: Trotz der mageren Ausbeute in Illertissen verbesserte sich der Drittliga-Absteiger auf Platz drei.

Doch so richtig freuen kann sich darüber im Lager des TSV 1860 freilich keiner. Wieder einmal haben die Löwen zwei Punkte verschenkt: Sturm-Oldie Florian Niederlechner (35) brachte die Münchner in der 70. Minute per Abstauber mit 1:0 in Führung. Über die Zeit retten konnten sie diesen Vorsprung jedoch nicht. Illertissens bester Spieler, Denis Milic, traf in der 83. Minute per Kopf zum verdienten Ausgleich.

Alper Kayabunars Fazit nach dem Abpfiff: „Wir haben uns viele Möglichkeiten erarbeitet, wenig Chancen für den Gegner zugelassen. Aber leider stehen wir am Ende nur mit einem Punkt hier. In der ersten Halbzeit sind wir oft in die Box gekommen, aber die Qualität der Bälle war nicht gut. Das haben wir in der Pause angesprochen. Die zweite Halbzeit war dann besser. Leider haben wir am Ende die eine oder andere Torchance vergeben.“

Außerdem erklärte der 40-Jährige: „Wir hatten viel Kontrolle. In der Konstellation heute war es nicht so einfach. Gestern nach dem Training ist der ein oder andere Spieler noch weggebrochen. Wir haben zudem auswärts gegen eine richtig gute Mannschaft gespielt, aber wir hätten mehr Druck ausüben, noch mehr Bälle in die Box bringen und den Gegner weiter reindrücken müssen, um noch mehr Torchancen zu erarbeiten.“

Für die Löwen geht es in der englischen Woche bereits am kommenden Dienstag mit dem Heimspiel gegen die SpVgg Bayreuth (19 Uhr, db24-Ticker) weiter, die bei Schwaben Augsburg souvern mit 3:0 gewann. Anschließend steht am 18. Oktober das kleine Derby gegen den FC Bayern II auf dem Programm. Kayabunar: „Ich hoffe, dass der Kader wieder ein bisschen tiefer wird, dass wir mehr Alternativen haben. Das Spiel heute hat sehr viel Kraft gekostet und gegen Bayreuth wird es sicherlich nicht einfacher.“

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