VON OLIVER GRISS UND IMAGO (FOTO)

Alfred Kohlhäufl ist einer der ganz Großen in der Geschichte des TSV 1860. Er gehörte bereits zur Meistermannschaft von 1966, kam als junger Spieler allerdings nicht zum Einsatz. Seine große Zeit an der Grünwalder Straße 114 folgte in den 70er-Jahren: 1977 und 1979 führte er die Löwen als Kapitän zurück in die Bundesliga.

„Das können nicht viele Spieler von sich bei 1860 behaupten“, erklärte Allesfahrer Roman Wöll. Insgesamt trug Kohlhäufl fünf Spielzeiten lang die Kapitänsbinde des TSV. Den Weg nach München-Giesing hatte ihm Bubi Bründl geebnet: Er überzeugte Kohlhäufl in den 60er-Jahren während ihrer gemeinsamen Zeit in der Junioren-Nationalmannschaft vom Wechsel zu den Löwen.

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Wie viel ihm der Verein bedeutet, machte der frühere Vorstopper 2024 gegenüber „Niederbayern TV“ deutlich. Über seine Wahl in die Jahrhundert-Elf sagte er: „Das hat mich echt gefreut, das muss ich ehrlich sagen. Das ist eine Anerkennung von dem Verein, den ich ja immer sehr geschätzt habe - und den ich heute ja immer noch mag.“

Im aktuellen Gespräch zu seinem 80. Geburtstag mit der „AZ“ wollte Kohlhäufl allerdings nicht über die Löwen sprechen: „Fragt mich, wenn sie wieder 2. Liga spielen.“ Viel lieber spricht er derzeit über den Lokalrivalen: Der FC Bayern sei für ihn ein Paradebeispiel für kluges Management.

Neben den beiden Bundesliga-Aufstiegen bleibt vor allem ein Moment unvergessen: Am 12. November 1977 überwand Kohlhäufl beim 3:1-Derbytriumph über den FC Bayern im ausverkauften Olympiastadion Torwart Sepp Maier mit einem Freistoß aus rund 35 Metern zum zwischenzeitlichen 2:1. Ein Tag, wie gemacht für die Blauen.

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Die Entfernung ist in den Erzählungen über diesen Treffer seitdem immer größer geworden. „Mit jedem Jahr mehr ist der Ball einen halben Meter weiter weg vom Tor gerückt. Manche sagen sogar über 50 Meter. Aber es waren um die 35 Meter“, lacht der Jubilar.