Wenn andere Klubs nicht hoch wollen: Könnte 1860 sogar als Sechster in die Relegation?
- VON OLIVER GRISS UND STEFAN MATZKE (FOTO)
- 08.10.2026 13:25
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Will mit 1860 zurück in die Dritte Liga: Tunay Deniz.
VON OLIVER GRISS UND STEFAN MATZKE (FOTO)
Doch in Bayern gehen die Uhren sowieso anders: Der Meister spielt nicht automatisch um den Aufstieg in die Dritte Liga. In der Vorsaison verzichtete beispielsweise der 1. FC Nürnberg II freiwillig auf die Aufstiegsspiele. Auch die SpVgg Unterhaching erklärte schon Wochen vor der Relegation, nicht in die Dritte Liga zu wollen. Am Ende sicherten sich die Würzburger Kickers die Vizemeisterschaft, setzten sich als Bayern-Vertreter gegen Lok Leipzig durch und kehrten in den Profifußball zurück.
Auch diesmal stellt sich die Frage: Wer will überhaupt hoch? Illertissen, der kommende Gegner des TSV 1860, kann die Dritte Liga wegen des Stadions nicht stemmen.
Für viele Klubs wäre der Sprung in die Dritte Liga ein finanzieller Kraftakt. Aus dem Amateurbetrieb müsste ein professioneller Spielbetrieb werden – dazu kommen die wirtschaftlichen und infrastrukturellen Anforderungen des DFB. Bei 1860 geht man dagegen davon aus, die Voraussetzungen für die Zulassung erfüllen zu können.
Doch welchen Tabellenplatz brauchen die Löwen, um sich für die Aufstiegsspiele gegen den Nordvertreter – aktuell führt dort Weiche Flensburg – zu qualifizieren?
Die Meisterschaft wäre der direkte Weg in die Relegation. Aber auch dahinter bleibt die Tür offen: Entscheidend ist, welche Mannschaft als bestplatzierter aufstiegsberechtigter Bewerber die Saison beendet. Eine feste Grenze, etwa Platz zwei oder drei, gibt es nach der gegenüber db24 erteilten DFB-Auskunft nicht.
Der Verband erklärte auf Anfrage: „Falls sich diejenigen Clubs, die in der Abschlusstabelle vor dem jeweiligen Verein (hier 1860) stehen, nicht bewerben sollten, würde in diesem Fall nach § 55b Nr. 3.1 der DFB-Spielordnung die jeweils nächstplatzierte Mannschaft der betreffenden regionalen Liga nachrücken.“
Heißt: Selbst Platz sechs könnte für 1860 theoretisch reichen. Voraussetzung wäre, dass sich sämtliche fünf Mannschaften vor den Löwen nicht für die Dritte Liga bewerben und Sechzig selbst die Zulassung erhält. Dann würde die Elf von Alper Kayabunar als Bayern-Vertreter die beiden Aufstiegsspiele bestreiten.
