Olympia-Booster fürs Grünwalder? Mang plant Umbau ab Mitte 2028
- VON OLIVER GRISS UND IMAGO (FOTO)
- 30.09.2026 09:16
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VON OLIVER GRISS UND IMAGO (FOTO)
Um das Ganze ein wenig einzuordnen: Im Frühjahr 2027 startet der Dialog mit dem Internationalen Olympischen Komitee (IOC). Die Entscheidung, ob München die Olympischen Spiele 2036 ausrichten darf, fällt erst im März 2029. Bis dahin fließt noch viel Wasser die Isar hinunter – und die internationale Konkurrenz ist nicht zu unterschätzen: Katar, die Türkei, Indien, Südkorea, Südafrika, Chile und Saudi-Arabien.
Aber die Löwen dürfen zumindest weiter hoffen, dass der innerdeutsche Zuschlag auch positive Auswirkungen auf das marode Grünwalder Stadion hat. „Da legen wir jetzt richtig los – und im besten Fall hat das Ganze eine Auswirkung auf die Sechzger und das Grünwalder Stadion“, frohlockte Münchens Oberbürgermeister Dominik Krause vor einer Reportertraube auf der Empore des Hacker-Zeltes „Himmel der Bayern“: „Sechzigs Spieltage sind bombastisch. Wenn wir jetzt auch noch Olympia im Stadtteil hätten …“
Das Grünwalder wäre bei den Olympischen Spielen für Fußball und Rugby vorgesehen – und damit könnte Olympia zum Booster für die Stadionträume des TSV 1860 werden. Doch wie weit sind Stadt und Verein in ihren Gesprächen über den geplanten Umbau tatsächlich?
Krauses Antwort lässt aufhorchen: „Ich habe die Pläne der Stadionkommission noch nicht gesehen, deswegen …“ Und weiter: „Jetzt müssen wir uns erstmal die Pläne genau anschauen, den Freistaat mit ins Boot holen und ich glaube, bei 1860 gibt es auch noch das eine oder andere zu tun!“
Präsident Gernot Mang hatte zuletzt gegenüber der „tz“ davon gesprochen, dass der Bau bereits Mitte 2028 beginnen solle. Sein Wunsch: ein Eröffnungsspiel im August 2030 gegen Schalke 04. Wie passt dieser Zeitplan dazu, dass der Oberbürgermeister die Pläne der Stadionkommission nach eigener Aussage noch gar nicht gesehen hat?
Wie die sportlich schwer abgestürzten Löwen das Stadionprojekt in Erbpacht mit 27.000 Plätzen, 2.000 Business Seats und 20 Logen stemmen wollen, ist bis heute ungeklärt. Mang hoffe auch auf Unterstützung der Stadt. Zudem plant er den Verkauf der Namensrechte für das Stadion. Der Oberbürgermeister rechnet mit Kosten von bis zu zehn Milliarden Euro für die Spiele an der Isar: „Ganz konkret erhoffen wir uns natürlich finanzielle Unterstützung vom Freistaat und vom Bund.“
