Kayabunar nach der ersten Saison-Pleite: "Ich habe den Jungs vorgeworfen, dass..."
- VON OLIVER GRISS UND STEFAN MATZKE (FOTO)
- 27.09.2026 09:31
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VON OLIVER GRISS UND STEFAN MATZKE (FOTO)
Weil 1860-Bezwinger SV Wacker Burghausen keine Pressekonferenz eingeplant hatte – der Presseraum wurde von der Polizei genutzt – und der BR wegen der Entscheidung über Münchens Olympia-Bewerbung keinen Reporter vor Ort hatte, äußerte sich Trainer Alper Kayabunar nach dem 1:3 auf dem vereinseigenen YouTube-Kanal. Kritische Fragen nach der ersten Saison-Niederlage waren unsererseits bei Kayabunar leider nicht möglich.
Die Analyse des 40-Jährigen? „Schwer kurz nach dem Spiel. Ich glaube, dass wir nicht so gut ins Spiel reingestartet sind, wir Probleme hatten und nicht so gut in die Zweikämpfe gekommen sind“, erklärte Kayabunar auf die Frage von Pressesprecher Rainer Kmeth: „Das Tor haben wir sehr einfach kassiert. Trotzdem denke ich, dass sich die Jungs gut zurückgekämpft, gut ins Spiel reingebissen haben. Mit der ersten Hälfte hatten wir viel Zugriff, viel Kontrolle und haben uns Chancen erarbeitet. Dann haben wir zurecht den Ausgleich geschossen. Vielleicht haben wir vor der Halbzeit verpasst, in Führung zu gehen.“

Nach dem Seitenwechsel bot sich zunächst das gleiche Bild: 1860 war drückend überlegen, auch weil Burghausen den Eindruck vermittelte, keine Kraft mehr zu haben. Kayabunar meinte: „Wir sind richtig gut aus der Halbzeit kommen. Wir machen ein richtig gutes Spiel über eine lange Phase – und dann müssen wir leider verletzungsbedingt zweimal wechseln. Was dann auch irgendwie den Bruch bringt und wir in einem Umschaltmoment das Tor kassieren, das 1:2 und trotzdem anrennen. Burghausen macht dann gefühlt mit der dritten Torchance das dritte Tor. Das war der große Unterschied heute. Wir müssen mindestens zwei oder drei Tore schießen.“ Seine Schlussfolgerung: „Burghausen hat aus wenig viel gemacht – und wir aus viel sehr wenig.“
Richtig ist, dass 1860 wieder einmal verpasste, aus vielen guten Gelegenheiten das Spiel auf seine Seite zu ziehen. Kayabunars Rechnung mit den Burghauser Chancen greift allerdings zu kurz: Schon vor dem frühen 1:0 traf Wacker die Latte – und hatte auch vor dem 2:1 eine riesige Gelegenheit.

Die Löwen standen nach dem Schlusspfiff länger als sonst gemeinsam auf dem Rasen. Kayabunars Begründung: „Ich habe gesagt, dass das Ergebnis sehr enttäuschend ist – weil ich trotzdem als Trainer sage: Wir haben eigentlich ein richtig gutes Spiel über eine lange Phase gemacht. Wir sind selbst dran schuld an der Niederlage. Ich habe den Jungs vorgeworfen, dass wir zu wenig Tore geschossen haben aus den Möglichkeiten und wir das im Heimspiel gegen Ansbach besser machen müssen.“
Am frühen Dienstagabend geht es zunächst aber mal auf die Wiesn - um das Erlebte runterzuspülen?
