Lauth macht sich fürs Kompass-Modell stark: "Ich sehe die Regionalliga Bayern nicht so stark, dass..."
- VON OLIVER GRISS UND IMAGO (FOTO)
- 25.09.2026 17:52
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Lauth, der in den vergangenen Jahren immer wieder als Kandidat für einen Posten bei 1860 galt, hätte sich die Entwicklung des Giesinger Traditionsvereins anders gewünscht. Am Samstag ist er BR-Experte beim Regionalliga-Duell zwischen Wacker Burghausen und 1860 München (14.45 Uhr, db24-Ticker). „Ich gehe davon aus“, sagt db24-Tippexperte Lauth, „dass die Löwen dieses Spiel mit 2:1 gewinnen werden.“
Lauth ist überrascht, „dass 1860 das auf die Schnelle so hinbekommen hat“. Der frühere Bundesliga-Torjäger meint den Aufbau einer neuen, wettbewerbsfähigen Mannschaft nach dem Zwangsabstieg. „Natürlich muss man sich noch einspielen. Es hat noch keine Niederlage gegeben – das ist positiv. Ich hoffe, dass die Mannschaft im Laufe der Saison noch stärker wird.“ Das wird sie auch müssen, wenn sie über die Relegation gegen den Nordmeister in die Dritte Liga zurückkehren will.

Dass die Regionalligen vor einer Reform am 18. Dezember beim DFB-Bundestag stehen, findet Lauth richtig. „Ich bin auch fürs Kompassmodell – das ist eine gute Lösung und hört sich vor allem sinnvoll an“, erklärt der ehemalige Nationalspieler. Damit spricht er sich indirekt auch für die Auflösung der Regionalliga Bayern in ihrer jetzigen Form aus. Seine Begründung: „Ich sehe die Regionalliga Bayern nicht so stark, dass man sie unbedingt beibehalten müsste.“ Lauth denkt dabei auch an Vereine, die aus wirtschaftlichen oder infrastrukturellen Gründen gar nicht aufsteigen können oder wollen.
Von einer Aufstockung der Dritten Liga von 20 auf 22 Vereine mit fünf Absteigern hält Lauth wenig: „Die Drittliga-Klubs stoßen doch schon jetzt an ihre Grenzen. Der Aufwand ist kaum machbar, weil der Wettbewerb nicht rentabel ist. Ich kann mir beim besten Willen nicht vorstellen, dass die Drittliga-Vereine eine Restruktuierung der Liga mitmachen würden.“
Bevor am Samstag in Burghausen der Anpfiff ertönt, fällt in Baden-Baden die Entscheidung über den deutschen Olympia-Kandidaten: München, Rhein-Ruhr oder Berlin. „Zunächst müsste sich München gegen die deutsche Konkurrenz durchsetzen und dann muss man erst mal bis 2029 warten – aber Olympische Spiele in München, das wäre schon ein Traum. Wie gut das heute klappt, hat man ja am Vorbild Paris gesehen. Das würde nicht nur dem Sport guttun, sondern auch das Bild der Stadt noch positiver verändern.“
