VON OLIVER GRISS UND IMAGO (FOTO)

Philipp Maier, einer der Drittliga-Löwen, der bis zuletzt bereit war, dem TSV 1860 auch in der Regionalliga Bayern zu helfen, dürfte nicht unglücklich darüber sein, wie sich die Dinge für ihn entwickelt haben. Inzwischen ist der 32-jährige Mittelfeldspieler bei Zweitliga-Absteiger Preußen Münster untergekommen – und dort hat er sofort eine wichtige Rolle eingenommen.

Für Maier war es ein Start von null auf hundert: Ohne große Vorlaufzeit integrierte sich der Kienberger in das neu formierte Preußen-Team. Beim furiosen 3:3 gegen Saarbrücken stand Maier erstmals in der Startelf, als es darum ging, einen 1:3-Rückstand aufzuholen. Neben ihm übrigens Samuel Althaus, der bereits einige Wochen zuvor zum Bundesliga-Gründungsmitglied gewechselt war.
Auch wenn Maier seine Zelte an der Grünwalder Straße 114 abgebrochen hat, verfolgt er die Entwicklungen bei 1860 weiterhin. Der Spruch „Einmal Löwe, immer Löwe“ gilt für ihn nach wie vor. Gegenüber db24 sagte Maier, der an diesem Wochenende als Tippexperte antritt und ein 3:1 gegen Nürnberg II prophezeit: „Sechzig wird definitiv vorne mitspielen.“ Derzeit stehen die Blauen auf Rang fünf – mit einem Heimsieg über den Club-Nachwuchs (Sonntag, 15 Uhr) könnten sie weiter nach vorne aufschließen.

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Dass sich für Maier die Tür in Münster geöffnet hat, dürfte auch damit zusammenhängen, dass sein Ex-Trainer Thomas Wörle die Qualitäten des Allrounders bestens einschätzen kann. Deshalb holte er ihn wieder zu sich – und Maier dankt es ihm mit Leistung. „Für mich ist Preußen Münster noch einmal eine sportliche Herausforderung, die ich annehmen wollte. Ich bin froh, dass ich gut reingestartet bin.“ Am Sonntag tritt Maier mit seinem neuen Klub beim SV Waldhof Mannheim an – und will mit den Preußen natürlich den Anschluss an die Spitzenplätze der Dritten Liga halten.