Dreesen: "Der Fußball darf beim Thema Reformen nicht zum Sinnbild für Stillstand werden"
- VON OLIVER GRISS UND GETTY IMAGES (FOTO)
- 16.09.2026 12:26
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Ob die Löwen überhaupt in den Genuss des geplanten Kompassmodells kommen, steht noch in den Sternen: In der Regionalliga Bayern kommt der TSV 1860 weiterhin nicht richtig in Tritt. Am Dienstagabend reichte es für die Mannschaft von Trainer Alper Kayabunar bei der SpVgg Greuther Fürth II wieder nur zu einem 1:1. Nach acht Spielen stehen bereits fünf Unentschieden zu Buche.
Während die Sechziger sportlich um den Anschluss nach oben kämpfen, nimmt die geplante Regionalliga-Reform weiter Fahrt auf. Jetzt hat sich auch Jan-Christian Dreesen, Vorstandsvorsitzender des deutschen Rekordmeisters FC Bayern München, klar für das sogenannte Kompassmodell ausgesprochen. „Entscheidend ist doch aus sportlicher Sicht, dass endlich jeder Meister direkt aufsteigt“, sagte Dreesen gegenüber der „Sport Bild“. Das Kompassmodell sei aus seiner Sicht der „beste Kompromiss“. Damit stellt sich der Bayern-Boss hinter DFB-Präsident Bernd Neuendorf.
Seit Jahren wird darüber diskutiert, die fünf Regionalligen so zu reformieren, dass künftig jeder Meister den direkten Sprung in die Dritte Liga schafft. Bislang müssen zwei Meister den Umweg über Aufstiegsspiele nehmen. Das favorisierte Kompassmodell sieht künftig vier Regionalliga-Staffeln mit jeweils 20 Mannschaften vor. Die Zusammensetzung soll nach geografischen Gesichtspunkten erfolgen. Die vier Meister würden direkt in die Dritte Liga aufsteigen.
Dreesen drängt auf eine schnelle Entscheidung: „Und ich gebe Bernd Neuendorf absolut recht: Der Fußball darf beim Thema Reformen nicht zum Sinnbild für Stillstand werden.“ Deshalb solle nicht länger über immer neue Modelle diskutiert werden. Vielmehr müsse möglichst rasch ein tragfähiger Konsens gefunden werden.
Die Entscheidung könnte noch in diesem Jahr fallen: Der DFB hat für den 18. Dezember einen außerordentlichen Bundestag angekündigt, bei dem über die künftige Struktur der Regionalligen entschieden werden soll. Dreesen hofft auf die notwendige Mehrheit: „Ich hoffe, dass bei einem entsprechend einberufenen DFB-Bundestag die nötige Mehrheit zustande kommt.”
