Das sagt OB Krause zu den 1860-Stadionplänen
- VON OLIVER GRISS UND IMAGO (FOTO)
- 09.09.2026 08:49
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VON OLIVER GRISS UND IMAGO (FOTO)
Für Sommer 2030 hat Löwen-Boss Gernot Mang große Pläne: Dann soll der TSV 1860 in sein komplett renoviertes Grünwalder Stadion einziehen – am liebsten mit einem Eröffnungsspiel gegen den frischgebackenen Erstliga-Aufsteiger Schalke 04.
Doch der Zeitplan ist sportlich. Denn in nicht einmal vier Jahren soll die Kultstätte auf Giesings Höhen praktisch komplett umgebaut sein. Nach den Vorstellungen der in die Viertklassigkeit abgestürzten Löwen soll das neue Grünwalder Stadion Platz für rund 27.000 Zuschauer bieten. Als Kosten werden derzeit rund 120 Millionen Euro genannt.
Eine gewaltige Summe – und trotzdem stellt sich die Frage, ob sie für ein derartiges Projekt am Ende überhaupt reichen würde. Bis Ende des Jahres wollen die Sechzger jedenfalls einen Bauvorbescheid in den Händen halten. Doch ist dieser Fahrplan angesichts der Dimensionen des Projekts überhaupt realistisch?
Auch die Stadt München wird dabei eine entscheidende Rolle spielen. 1860 hofft auf finanzielle Unterstützung aus dem Rathaus. Gegenüber „BR24“ erklärte Münchens Oberbürgermeister Dominik Krause: „Ich bin der Nachbar des Grünwalder Stadions und finde, dass ein solches Stadion in der Stadt auf jeden Fall auch eine Zukunft haben sollte. In der es auch nutzbar ist und den Fanmengen entspricht, die da zugange sind.“
Ein grundsätzlich positives Signal für die Zukunft des Standorts – mehr aber zunächst auch nicht.
Denn die Münchner Haushaltslage ist angespannt, und rund um einen möglichen Umbau sind noch zahlreiche Fragen offen: Wer finanziert das Projekt? Welche Rolle übernimmt die Stadt? Wie sieht das konkrete Nutzungskonzept aus? Und lässt sich ein Umbau auf 27.000 Plätze am Standort überhaupt genehmigen?
Bemerkenswert außerdem: Mit dem FC Bayern, dessen zweite Mannschaft seit Jahrzehnten ihre Heimspiele im Grünwalder Stadion austrägt, soll über die neuen Pläne bislang offenbar noch nicht gesprochen worden sein.
Ein wichtiges Datum rückt derweil näher: der 26. September.
Dann fällt bei einer außerordentlichen Mitgliederversammlung des Deutschen Olympischen Sportbundes in Baden-Baden die finale nationale Entscheidung darüber, welcher deutsche Bewerber ins Rennen um Olympische Spiele gehen soll. München, das Gebiet Rhein-Ruhr - oder Berlin - wer bekommt den Zuschlag?
