Ismaik droht mit XXL-Klage: "Jeder, der daran beteiligt war, wird zivilrechtlich und strafrechtlich zur Rechenschaft gezogen werden"
- VON OLIVER GRISS UND IMAGO (FOTO)
- 03.09.2026 10:57
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Hasan Ismaik.
VON OLIVER GRISS UND IMAGO (FOTO)
Jedenfalls titelt jetzt die “BILD”: “Investor Ismaik droht mit Mega-Klage gegen 1860”.
Im Artikel von Reporterin Kristina Ellwanger wird Ismaik mit der Frage konfrontiert, ob er eine Schadensersatzklage gegen die Löwen anstrebe? Seine Antwort: “Natürlich. Meiner Ansicht nach wurde die Insolvenz von den Verantwortlichen von 1860 pflichtwidrig herbeigefährt. Auch die Gründung des zweiten Unternehmens und die damit verbundenen Handlungen betrachte ich als Teil dieses sittenwidrigen Vorhabens, und jeder, der diese Handlungen genehmigt oder dazu beigetragen hat, sollte zur Rechenschaft gezogen werden.”
Ismaik weiter: “Aus meiner Sicht ist das, was der e.V. heute tut, nichts, was erst kürzlich entstanden ist. Es ist die Fortsetzung einer langjährigen und sorgfältig geplanten Strategie, die meinen Interessen geschadet hat und die ameiner Ansicht nach Verstöße gegen das Gesellschaftsrecht beinhaltet. Ich bin der Ansicht, dass das, was geschehen ist und weiterhin geschieht, schwerwiegende strafrechtliche Fragen aufwirft. Die Verantwortung liegt bei allen neun Vorstandsmitgliedern des e.V., die an diesen Maßnahmen beteiligt waren, sowie bei Gernot Mang, seinen drei Vizepräsidenten, Herbert Bergmaier und Manfred Paula. Meiner Ansicht nach sind dies die Personen, die das Geschehene geplant haben und hinter deren Umsetzung standen. Heute sind die Gerichte der letzte Weg zur Gerechtigkeit und Fairness, und ich werde mein Vertrauen in die Justiz setzen und darauf vertrauen, dass sie meine Rechte wiederherstellt und die Verantwortlichen zur Rechenschaft zieht.”
Insolvenz, Regionalliga & Neuanfang ohne Ismaik: Welche Note geben Sie dem Präsidium Mang?
Bei der Personalie Herbert Bergmaier muss man allerdings wissen, dass den Wochenanzeiger-Verleger Hasan Ismaik selbst in den Aufsichtsrat berufen hat - und das obwohl ihn viele davor gewarnt hatten. Nach neun Jahren musste Aufsichtsratsboss Saki Stimoniaris gehen. Danach nahm alles seinen Lauf…
Ismaik sagt trotzdem gegenüber “BILD”: “Aus meiner Sicht liegt der Insolvenz ein vorsätzlich sittenwidriges Vorgehen zugrunde und eine schwere Verletzung der zwischen uns geschlossenen Verträge und jeder, der daran beteiligt war, wird zivilrechtlich und strafrechtlich zur Rechenschaft gezogen werden - sei es in Deutschland oder anderswo, wo immer dies rechtlich möglich ist.” Eine Klage hat der Jordanier aber noch nicht erhoben: “Derzeit beobachte ich die Geschehnisse und möchte keine voreiligen Maßnahmen ergreifen, aber alles, was geschieht, wird dokumentiert und genau verfolgt. Letztendlich wird das Gesetz entscheiden und die Gerechtigkeit siegen.”
Wie wasserdicht ist der “Rauswurf” von Hasan Ismaik? Klar ist: Der Löwe könnte schon bald wieder in schwere Turbulenzen geraten - und das mehr als ihm lieb ist.
