Die Stellungnahme von Dr. Max Liebig zum Insolvenz-Fall 1860
- VON OLIVER GRISS UND IMAGO (FOTO)
- 01.09.2026 15:31
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VON OLIVER GRISS UND IMAGO (FOTO)
Insolvenzverwalter Dr. Max Liebig hat über eine PR-Agentur eine Pressemitteilung verschicken lassen - die Stellungnahme im Wortlaut:
Das Amtsgericht München hat mit Beschluss vom 01.09.2026 die Insolvenzverfahren über die Vermögen der TSV München von 1860 GmbH & Co. KGaA und der TSV München von 1860 Geschäftsführungs-GmbH eröffnet und Dr. Max Liebig von der Kanzlei LIEBIG Insolvenzverwaltung und Restrukturierung zum Insolvenzverwalter bestellt. Dr. Liebig war bereits im Insolvenzantragsverfahren als vorläufiger Insolvenzverwalter tätig. Alle Gläubiger – darunter die rund 5500 Käufer von Dauerkarten für die Saison 2026/27 in der 3. Liga – werden in Kürze angeschrieben und zur Anmeldung ihrer Forderungen aufgefordert. Weitere Hinweise hierzu finden sich auf der Webseite www.inso-liebig.de.
Der vom Amtsgericht München eingesetzte vorläufige Gläubigerausschuss hat unmittelbar nach Verfahrenseröffnung der Annahme eines Angebots des Turn und Sportverein München von 1860 e.V. und der neuen TSV München von 1860 Spielbetriebs-GmbH zugestimmt. Dieses Angebot sieht den Erwerb von Assets der insolventen KGaA, darunter deren Markenrechte (Kauf durch den Turn und Sportverein München von 1860 e.V.) und wesentliche Betriebsmittel (Kauf durch die TSV München von 1860 Spielbetriebs-GmbH), vor. Über den Kaufpreis wurde Stillschweigen vereinbart. Mit dem Erwerb sollen auch Beschäftigte übernommen werden. Darunter auch der noch an die KGaA gebundene Kader von Spielern aus der U19, U21 und dem ehemaligen Profibereich.
„Wir freuen uns nach langen und umfangreichen Verhandlungen eine Einigung erzielt zu haben. Vor dem Hintergrund der bekannten, sehr herausfordernden Ausgangslage im Verfahren ist dies für alle Beteiligten ein bedeutender Erfolg“, sagt Insolvenzverwalter Dr. Max Liebig. Während des gesamten Insolvenzantragsverfahrens wurden intensive Gespräche mit mehreren Interessenten geführt, wobei sich am Ende nur eine Lösungsmöglichkeit als umsetzbar erwiesen hat. Diese ist das nunmehr angenommene verbindliche Angebot. „Wir sind dankbar für ein reges Interesse am Investorenprozess und viele sehr ernsthafte Gespräche, aus denen wir letztlich die Überzeugung gewinnen konnten, dass der nun gewählte Weg für die Gläubiger der KGaA das beste Ergebnis darstellt.“
Zusammen mit der Einigung über den Verkauf von Vermögenswerten wurde – aufbauend auf einer schon im Antragsverfahren gefundenen Vereinbarung über die Überlassung des Trainingsgeländes – auch diesbezüglich die weitere Zusammenarbeit geregelt. „Im nun eröffneten Insolvenzverfahren sind offene Punkte bezüglich des Trainingsgeländes zu klären. Das macht die Einbindung Dritter notwendig, weswegen wir hier noch keine endgültige Lösung verkünden können“, sagt Dr. Max Liebig. „Mit der erfolgreichen Übertragung des operativen Geschäftsbetriebs wird sich die weitere Verfahrensbearbeitung auf die Abwicklung der KGaA konzentrieren.“
