VON OLIVER GRISS UND IMAGO (FOTO)

Noch vor wenigen Monaten feierte die U21 des TSV 1860 die Meisterschaft in der Bayernliga Süd. Von diesem Selbstverständnis ist inzwischen nicht mehr viel übrig geblieben. Nach dem Giesinger Erdbeben und dem Zwangsabstieg der Profis in die Regionalliga Bayern steckt auch die zweite Mannschaft der Löwen in Schwierigkeiten.

Das 0:4 am Freitagabend vor 666 Zuschauern in Wasserburg war für die Mannschaft um Kapitän Deniz Haimerl bereits das fünfte Spiel in Folge ohne Sieg. Die Rech-Elf bleibt damit auf Rang zehn hängen – das Torverhältnis: 17:18. Ein Zwischenstand, der kaum zum Anspruch und zur kostenintensiven Nachwuchsarbeit des TSV 1860 passt.

Die Verantwortlichen sollten sich deshalb langsam Gedanken machen, wie sie die U21 wieder in die Spur bekommen. Denn es geht nicht allein um Tabellenplätze. Die zweite Mannschaft soll das Sprungbrett für die eigenen Talente sein. Bleiben Erfolgserlebnisse dauerhaft aus, droht die aktuelle Negativserie auch Spuren in den Köpfen der jungen Spieler zu hinterlassen.

Gerade in einer Saison, in der der Verein mehr denn je auf seinen eigenen Nachwuchs angewiesen ist, kann sich 1860 eine dauerhaft verunsicherte U21 eigentlich nicht leisten.

Trainer Christoph Rech bilanzierte gegenüber den Vereinsmedien: „Heute gibt es wenig zu analysieren. Das war eine absolut verdiente Niederlage. Wir haben nichts auf den Platz gebracht, was wir uns vorgenommen haben. Wir werden das schonungslos aufarbeiten. Nach so einem Spiel können wir nicht einfach zur Tagesordnung übergehen. Der Auftritt heute hat hoffentlich allen die Augen geöffnet!“

Nächsten Freitag kommt der FC Gundelfingen nach München-Giesing - ein Sieg ist dann fast schon Pflicht, will man einen ruhigen Herbst erleben.

So brüllte der Löwe: Dunker – Krasniqi, Haimerl, Estermann (59. Fodor), Schurz – Grancay (70. Mühl), Tekin – Dollinger, Plöttner (59. Karakoc), Saric (70. Genidis) – Ibrahim (78. Bannert).