"Er war von Bergmaier empfohlen!": Ismaik-Vertrauter Relat erklärt das anfängliche Vertrauen in Paula
- VON OLIVER GRISS UND STEFAN MATZKE (FOTO)
- 27.08.2026 19:54
- 2 Minuten Lesezeit
- 28 Kommentare
VON OLIVER GRISS UND STEFAN MATZKE (FOTO)
Unterdessen wollten wir von der HAM-Seite wissen, warum Geschäftsführer Manfred Paula zunächst das Vertrauen ausgesprochen wurde, um kurze Zeit später seine Arbeit in Frage zu stellen, was in der Kündigung des Darlehensvertrag gipfelte. Biel Ballester Relat, Vertrauter von 1860-Investor Hasan Ismaik, erklärte gegenüber db24: „Ursprünglich war vorgesehen, dass Manfred Paula als Sportdirektor einsteigt, niemals als Geschäftsführer. Die Situation änderte sich, als der e.V. erkannte, dass Hasan meine Ernennung zum Geschäftsführer Finanzen unterstützen wollte. Daraufhin drohte der e.V. damit, Manfred Paula zurückzuziehen, wodurch die KGaA ohne Geschäftsführer dagestanden hätte. Im Interesse der Stabilität handelten wir nach bestem Wissen und Gewissen und vertrauten auf die Empfehlung von Herbert Bergmaier (Aufsichtsratsboss der HAM-Seite, d. Red.) und des e.V. Manfred Paula war von Herbert Bergmaier empfohlen worden.“
Relat erklärt die damalige Zustimmung zu Paula mit der Ausstiegsstrategie der HAM-Seite: „Unsere damalige Strategie bestand darin, kooperativ zu bleiben und vernünftige Zugeständnisse zu machen, weil wir glaubten, dass uns dies zu einem erfolgreichen Ausstieg verhelfen würde. Wir gingen tatsächlich davon aus, dass ein Ausstieg unmittelbar bevorstand.“
Doch je länger die Zusammenarbeit mit Paula dauerte, desto größer wurden die Zweifel auf HAM-Seite. „Leider stellte sich später heraus, dass Manfred Paula nicht über die erforderliche Kompetenz in Finanz- und Sponsoringfragen verfügte. Deshalb musste ich ihn in diesen Bereichen wiederholt unterstützen“, erklärte Relat und fügte hinzu: „Dadurch entstand ein ungewöhnliches und auf Dauer nicht tragfähiges Gleichgewicht. Wir hielten dennoch daran fest, weil wir glaubten, dass der Verkaufsprozess kurz vor dem Abschluss stand. Zu diesem Zeitpunkt lagen uns mehrere ernsthafte Angebote vor, die unerwartet nur drei Wochen vor Ablauf der Frist für die für die Drittliga-Lizenz erforderliche Zahlung verschwanden.“
Morgen lesen Sie: Das sagt Relat über Dauerkarten und unbezahlte Rechnungen.
