Mittelfeldtalent vor dem Abschied? 1860 stellt Husic frei
- VON OLIVER GRISS UND STEFAN MATZKE (FOTO)
- 21.08.2026 13:29
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VON OLIVER GRISS UND STEFAN MATZKE (FOTO)
Jetzt steht der nächste Rohdiamant vor dem Absprung: Nachdem Loris Husic, der U17-Vize-Weltmeister aus Österreich, seit einigen Tagen fehlt, erklärte Löwen-Trainer Alper Kayabunar heute in der Pressekonferenz vor dem Pokal-Hit gegen Holstein Kiel (Samstag, 18 Uhr, db24-Ticker): “Loris wurde die Möglichkeit gegeben, sich mit anderen Vereinen auszutauschen. Deswegen wurde er vom Training freigestellt.” Der Befreiungskampf hinterlässt seine Spuren…
Vor zwei Monaten berichtete db24 exklusiv, dass Husic von Werder Bremen und dem FC Augsburg umworben wird. Auch die großen Wiener Klubs, Austria und Rapid, zeigen Interesse.
Am Dienstag beim 3:2 in Aubstadt gehörte Husic das letzte Mal zum Löwen-Kader, das 18-jährige Mittelfeldtalent wurde aber nicht eingewechselt.
In diesem Transfersommer haben sich bereits die besten Nachwuchsleute verabschiedet: Sean Dulic wechselte ablösefrei nach Hoffenheim, Clemens Lippmann folgte dem Lockruf aus Paderborn - ablösefrei. Xaver Kiefersauer ging zum 1. FC Nürnberg, der den Mittelfeldspieler sofort nach Würzburg transferierte. Immerhin gab’s dafür eine kleine Ablöse. Und Samuel Althaus will sich künftig bei Zweitliga-Absteiger Preußen Münster in den Fokus spielen - auch hier konnten angeblichl rund 100.000 Euro Entschädigung verbucht ewrden.
db24 meint: Dass der TSV 1860 angesichts seiner aktuellen Klassenzugehörigkeit seine besten Talente verliert, ist keine Schande. Wer jedoch andere dafür kritisiert, sollte zunächst selbst die Voraussetzungen dafür schaffen, dass die Wahrscheinlichkeit sinkt, Jahr für Jahr seine besten Nachwuchskräfte ziehen lassen zu müssen. Genau dieses Fundament fehlt derzeit. Und im vergangenen Sommer haben sowohl der Mutterverein als auch Hasan Ismaik dem Klub einen Bärendienst erwiesen. Die Eskalation mit all ihren Folgen hat 1860 sportlich und wirtschaftlich weit zurückgeworfen – möglicherweise sogar um Jahre. Die Leidtragenden sind am Ende diejenigen, die mit dem damaligen Machtkampf am wenigsten zu tun hatten: die Mannschaft, der Nachwuchs und die Fans.
