Kayabunar, Mystery-Box Erdogan, DFB-Pokal & Geduld: Jetzt spricht Kapitän Dressel!
- VON OLIVER GRISS UND STEFAN MATZKE (FOTO)
- 20.08.2026 08:01
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VON OLIVER GRISS UND STEFAN MATZKE (FOTO)
den Zittersieg nach 2:0-Führung: „Das ärgert mich schon extrem, denn nach dem 2:0 hatte ich das Gefühl, wir können es jetzt gut runterspielen. Beim 1:2 haben wir schon nochmal geschwitzt, beim 3:1 dachte ich, jetzt ist das Spiel gegessen. Da hatten wir auch eine Phase, als wir den Ball gut laufen haben lassen und ich dachte, es ist bei denen vom Kopf und der Energie her vorbei. Und plötzlich hast du ein, zwei unnötige Ballverluste, wo wir den Gegner schon nochmal stark machen. Wenn’s blöd läuft, geht’s 3:3 aus. Das ärgert mich brutal. Wir müssen in manchen Situationen noch cleverer werden. Wir kriegen die Gegentore zu einfach. Das sind Bälle hinter die Kette. Aber das ist ein Entwicklungsprozess, der uns bei dieser jungen Truppe im Verlauf der Saison nicht mehr passieren wird.“

die noch fehlende Geschmeidigkeit im Team: „Wir hatten keine Vorbereitung. Ich bin jetzt drei Wochen da. Du brauchst wahrscheinlich die fünf, sechs Wochen, die du normalerweise in der Vorbereitung hast. Wir hatten bislang nur Englische Wochen, da bekommst du auch keinen taktischen Input. Das hat schon etwas mit Taktik zu tun, wenn du zum Beispiel hinten rausschiebst, wann nicht und du den Gegner aus den Augen verlierst. Das sind taktische Sachen, die du relativ schnell in den Griff kriegst. Ich hoffe, dass die Fans und alle Außenstehenden schon noch die gewisse Geduld mitbringen, weil wir schon eine junge Truppe sind. Deswegen sind die Englischen Wochen schon sehr ungelegen mit Liga, Toto-Pokal und DFB-Pokal. Das sind schon brutale Wochen, wo es eigentlich nur auf die Ergebnisse ankommt.“
den Dosenöffner-Treffer von Emre Erdogan: „Kurioses Tor. Von hinten dachte ich nicht, dass der Ball reingeht. Am Ende jubeln sie alle. Seine Unbekümmertheit macht ihn einfach sehr stark. Das hat man auch bei seiner Vorlage letzte Woche in Memmingen gesehen, wo er das 1:0 vorbereitet. Da dribbelt er sich in drei Mann rein, andere drehen da vorher ab. Emre ist immer wie eine kleine Mystery Box. Man weiß vorher nicht, was dabei herauskommt – meistens ist es gut.“
den ungeschlagenen Start in die Liga mit dem Sprung auf Rang 5: „Ein guter Start ist wichtig, auch fürs Trainerteam. Es ist schon wichtig, dass die Sachen, die wir ansprechen, fruchten. Es ist schon eine Entwicklung zum ersten Spieltag zu sehen. Wir wirken schon einen Tick abgezockter. Das kann uns schon Mut geben für die nächsten Wochen. Aber ich schau jetzt noch nicht auf die Tabelle. Das brauchst du bis Winter eh nicht. Die Stimmungslage draußen ist leider nur von der Tabelle abhängig. Sie dürfen nicht panisch werden, wenn’s vielleicht mal nicht so gut läuft. Es kommt eher auf die Art und Weise an, wie wir uns weiterentwickeln. Es braucht Geduld, aber aktuell läuft’s ganz gut.“

seine eigene Rolle als Kapitän: „Ich fühle mich immer wohler auf dem Platz. Wir kennen uns zwar noch nicht so lange, aber es wirkt schon wie ein eingeschworener Haufen. Ich versuche, den Jungen bestmöglich Hinweise im Spiel zu geben und Dinge anzusprechen. Ich habe schon das Gefühl, dass das Woche für Woche immer mehr fruchtet. Mir macht es Spaß in der Truppe. Ich will, dass wir erfolgreich sind.“
die Arbeit von Alper Kayabunar: „Ich finde den Trainer super! Er hat ein super Gefühl, welche Ansprachen es in der Halbzeit oder vor dem Spiel braucht. Er spricht die richtigen Dinge an. Er gibt eine gute Schärfe und Energie im Training vor. Er weiß, wann er aufs Gaspedal drücken muss und wann nicht. Ich kenne ihn noch nicht so lange, aber ich finde, er macht überragende Arbeit. Er hat einen großen Anteil an den Ergebnissen.“
den DFB-Pokal-Hit als Underdog gegen Holstein Kiel: „Solche Spiele sind besonders. Das ist ein Bonusspiel für uns, das wir nur gewinnen können. Die letzten Spiele geben uns Kraft. Wir freuen uns sehr darauf.“
