VON OLIVER GRISS UND STEFAN MATZKE (FOTO)

Florian Niederlechner war am Sonntagabend in Regensburg – als Experte für MagentaSport. Dabei sprach er nicht nur über die Drittliga-Partie zwischen dem Jahn und Saarbrücken, sondern auch über die Münchner Löwen, die nach dem 3:0 in Memmingen ihren ersten Saisonsieg feiern durften. „Wir sind jetzt noch in der Findungsphase, eigentlich in der Vorbereitung. Trotzdem haben wir eine hungrige Mannschaft. Es macht sehr, sehr viel Spaß. Es war definitiv die richtige Entscheidung, einen neuen Vertrag zu unterschreiben“, erklärte der 35-Jährige bei MagentaSport und fügte hinzu: „Wir werden alles dafür geben, den Fans eine Freude zu bereiten. Was am Ende dabei rausspringt, werden wir sehen. Ehrlich gesagt: Ich bin sehr positiv.“

Niederlechner hatte am vergangenen Freitag bereits seinen zweiten Saisontreffer erzielt – es war der Dosenöffner zum wichtigen 1:0. Der frühere Bundesliga-Stürmer ist zwar noch nicht in Topform, aber er liefert zumindest in Form von Toren.

Niederlechner spürt gerade „eine extreme Aufbruchstimmung“, wie er verrät – und die verbindet der 35-Jährige vor allem mit den Fans: „Erst in Schweinfurt, dann daheim gegen Augsburg II. Selten so eine geile Kulisse gehabt. Die Stimmung war unglaublich. Jetzt waren 5.000 in Memmingen mit dabei. Die Euphorie ist da, die brauchen wir auch. Es haben 10.000 Leute eine Dauerkarte gekauft – und das sogar zweimal. Die ersten Dauerkarten waren nichts wert. Das sind die besten Fans, die es im Fußball gibt. Ich hoffe einfach, dass wir sie belohnen können. Wenn es Fans verdient haben, dann die Löwen. Sie mussten schon viel leiden in der Vergangenheit.“

Seit 2017 sind die Sechzger aus der Zweiten Liga verschwunden – jetzt müssen sie erneut in der Regionalliga Bayern einen Neuanfang starten. Ob es mit dem sofortigen Wiederaufstieg klappt, werden die nächsten Monate zeigen. Der Weg zurück in die Dritte Liga ist jedenfalls weit: Die Löwen müssen vermutlich Meister in der Regionalliga Bayern werden – und anschließend auch noch die Aufstiegsrelegation gegen den Meister der Regionalliga Nord erfolgreich bestreiten.

Dass der Löwe derzeit nicht auf der Brust des TSV 1860 prangt, bedauert der Wahl-Rosenheimer: „Das tut schon weh. Sechzig sind die Löwen. Trotzdem muss man ehrlich sein: Der Verein hat ganz andere Probleme, find ich. Da muss man nicht unbedingt aufs Wappen schauen. Ich hoffe natürlich, dass es so schnell wie möglich wieder zurückkommt. Der Löwe gehört einfach auf die Brust. Wir schauen nur noch nach vorne, nicht in die Vergangenheit. Es ist eh alles passiert. Ich hoffe, dass ich nochmal den Löwen auf der Brust haben werde.“